@randyandy
Zitat:
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Gerade Kaderspielern steht doch meist ein qualifizierter Trainer zur Seite.Dann sollten Verletzungen doch eher vermieden werden können
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Ich vermute, dass Du keinen Einblick hast, welchen Belastungen gerade die Spitzenkaderspieler ausgesetzt sind.
Am Beispiel meiner Tochter:
Sie hatte in einem Jahr:
- 20 Verbandsspiele zu bestreiten
- 12 meist 2-3tägige Turniere und Meisterschaften zu bestreiten (z.B. beim Schülerländerturnier in Burglengfeld heuer 21 Spiele mit 83 Sätzen) - ohne die 12 Tage Euro in Moskau -
- 12 Kaderlehrgänge des BTTV meist an den Wochenenden
- 7 Wochenlehrgänge beim DTTB in Heidelberg
(hier großteils 3maliges tägliches Training)
und dann noch das tägliche 1-2malige Training im TTLZ Würzburg.
Dazu, dass meist ein qualifizierter Trainer zur Seite steht:
Meine Tochter hat eigentlich 3 für sie zuständige Trainer (ohne den Vereinstrainer): im TTLZ den bayerischen Verbandstrainer, sonst auf bayer. Ebene die bayer. Verbandstrainerin und auf Bundesebene den Bundestrainer.
Da sie ständig wechselt, ist es für diese nicht leicht zu beurteilen, welche Belastungen hatte sie zuvor und danach das Trainingspensum einzuteilen.
Zum anderen sind die Trainer ja auch keine Physiotherapeuten.
Es ist eine ständige Gratwanderung bei der Belastung. Was ist noch zumutbar, wann ist das Risiko einer Verletzung sehr groß? Zu vermeiden sind Verletzungen auch bei wöchentlicher Massage leider nicht.
Hinzu kommt, dass bei extremer Belastung auch die Abwehrkräfte im Körper darunter leiden und deshalb auch Infektionskrankheiten häufiger an der Tagesordnung sind, als bei anderen.
Ein Vergleich mit anderen Spielern, die zwei bis drei mal, auch vier mal wöchentlich trainieren und vielleicht im Jahr noch drei vier Ranglistenturniere und Meisterschaften mitspielen, ist deshalb nicht angebracht.