Zitat:
Zitat von Cheftrainer
Die schnellsten Topspins haben eben auch die meiste Rotation (man spricht hier von Translationsgeschwindigkeit). Es ist ein Irrglaube, dass die hoch gezogenen Loops mehr Spin hätten. Aufgrund der geringen Geschwindigkeit spielt die Rotationskomponente aber eine größere Rolle. Der höhere Absprungwinkel sorgt dann noch dafür, dass der Ball geschossen werden kann und beim blocken manchen anderen Hobbyspielern weit über den Tisch geht (alle eine Frage des Winkels) im Gegensatz zu festen Spins mit viel Rotation (die eben auch sehr flach abspringen).
Und Gegenüber manchen Hobbyspielern werden manche Profis sicher auch um den Faktor 5 schnellere Topsspins ziehen können. Diese Zahlenspiele sind aber völlig sinnfrei und nicht belegbar. Fakt ist nur, dass die Bälle deutlich mehr Tempo und (!) deutlich mehr Spin haben!
|
Hmm, du scheints ja der Experte zu sein zu sein und ich glaub dir das auch, aber...
Wann immer ich Schlagspins über dem Tisch zog, kamen die mit einer deutlich höheren Quote zurück, als die weichen Lullitops. Das mag natürlich tatsächlich am Level meiner Gegner (und auch an mir) liegen, aber der schnellere Schlagspin scheint nur aufgrund von Tempo und Platzierung effektiver zu sein (und bei mehr Fertigkeit auch deswegen weil der Spieler in höheren Klassen erfolgreich 'nachsetzen' kann).
Der unverhältnissmässige Unterschied zwischen niedrigem Tempo (der Gegner möchte instinktiv gegen den Ball gehen) und hohem Spin und Absprungwinkel (der Ball wird bei mittelrem Ballkontakt schon stark abgelenkt) ist für 70% der Spieler schwieriger zu bewältigen.
Der Schlagspin wird aufgrund von Tempo, Geräusch und Schlagbewegung schon ernsthafter eingestuft (bewirkt zB weiteres schliessen des Blattes beim Block) und damit passender getroffen, als eine sachte gestreifte Bogenlampe welche auch noch recht 'behäbig' rüberfliegt.
Nur mit deutlicher 'Konditionierung' ist es möglich, beim Lullitop ein anderes 'Antwortprogramm' (am Tisch: Schuss, Aktivblock) abzuspulen, als die normal abgerufenen passiven Blocks oder instinktives Halbdistanzspiel.
Aber es ist im Prinzip schon richtig: ich bin beim Lullitop begrenzt, was die tangentiale Komponente angeht (ziehe ich zuviel, geht der Ball irgendwann hinten rüber), beim Schlagspin kann ich die Schlagebene immer weiter schliessen, wenn ich die tangentiale Komponente erhöhe.