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Es gab noch andere Gründe. Um Bagdad zu besetzen, wäre ein massiver Einsatz von Bodentruppen erforderlich gewesen (General Schartzkopf verlangte nach meiner ERinnerung 300.000 Mann) mit der unvermeidlichen Folge toter amerikanischer Soldaten - nur um die ging es natürlich. Leichensäcke lassen sich politisch nun mal schlechter verwenden als Luftschläge, bei denen niemand von die eigenen Leuten zu Tode kommt.
Außerdem: Die USA hatten schlicht kein Konzept für eine Zeit ohne Saddam Hussein. Und so war ihnen ein geschwächter Diktator, der seinen Laden trotzdem noch im Griff hatte, allemal lieber als demokratische Anarchie, Bürgerkrieg und Truppenstationierungen.
Gruß, Volkmar
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