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Geben wir diesem Thema eine andere Richtung.
Ist der Aufwand, den wir unseren Kindern abverlangen, gerechtfertigt?
D.G. hat diesen Aufwand seiner Tochter dargestellt:
„Am Beispiel meiner Tochter:
Sie hatte in einem Jahr:
- 20 Verbandsspiele zu bestreiten
- 12 meist 2-3tägige Turniere und Meisterschaften zu bestreiten (z.B. beim Schülerländerturnier in Burglengfeld heuer 21 Spiele mit 83 Sätzen) - ohne die 12 Tage Euro in Moskau -
- 12 Kaderlehrgänge des BTTV meist an den Wochenenden
- 7 Wochenlehrgänge beim DTTB in Heidelberg
(hier großteils 3maliges tägliches Training)
und dann noch das tägliche 1-2malige Training im TTLZ Würzburg.“
Der Aufwand, den die Kinder treiben, übersteigt den Schulaufwand bei weitem. Je erfolgreicher sie spielen, desto größer wird er. Wann können sich unsere Kinder mal ausschlafen, einfach nur im Bett bleiben, wie es die meisten Kinder gerne tun. Ich frage mich immer öfters, ist der eingeschlagene Weg richtig? Werden wir nicht vom Sog des Erfolges mitgezogen und muten ihnen zuviel zu?
Am Beispiel Angelinas, deren Aufwand durch ihre Erfolge noch größer ist, sollten wir auch den Gesundheitsaspekt betrachten. D.G. schreibt:
„Meine Tochter hat eigentlich 3 für sie zuständige Trainer (ohne den Vereinstrainer): im TTLZ den bayerischen Verbandstrainer, sonst auf bayer. Ebene die bayer. Verbandstrainerin und auf Bundesebene den Bundestrainer.
Da sie ständig wechselt, ist es für diese nicht leicht zu beurteilen, welche Belastungen hatte sie zuvor und danach das Trainingspensum einzuteilen.
Zum anderen sind die Trainer ja auch keine Physiotherapeuten.
Es ist eine ständige Gratwanderung bei der Belastung. Was ist noch zumutbar, wann ist das Risiko einer Verletzung sehr groß? Zu vermeiden sind Verletzungen auch bei wöchentlicher Massage leider nicht.
Hinzu kommt, dass bei extremer Belastung auch die Abwehrkräfte im Körper darunter leiden und deshalb auch Infektionskrankheiten häufiger an der Tagesordnung sind, als bei anderen.“
Dies ist eine Erklärung, warum Kaderspieler auch mal Turniere wegen Krankheit/Verletzung aufgeben, wobei das nicht nur Kaderspieler tun. Deutlicher kann man es nicht sagen.
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