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Alt 08.03.2008, 12:52
Cheftrainer Cheftrainer ist offline
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AW: vorhand topspin - Treffpunkt

Zitat:
Zitat von Kay Seyffert Beitrag anzeigen
...Richtig finde ich es auch, durch das Training zunächst ein sicherheitsorientiertes Spiel möglich zu machen, damit die Ballwechsel nicht häufig schon nach dem zweiten oder dritten Kontakt beendet sind. Bei längeren Ballwechseln macht das Spiel einfach mehr Spaß, darüber hinaus wird nach meinem Eindruck die Antizipationsfähigkeit in längeren Ballwechseln besser und schneller entwickelt...
Beim DTTB wird Wert auf eine vielseitige Ausbildung gelegt. Die gogenannte "variable Verfügbarkeit" ist das erklärte Ziel jeder Technik.

Ansonsten glaube ich, dass sich nur risikobereite Spieler zu richtig guten Spielern entwickeln können. Das zeigt sich beispielsweise an der folgenden Situation. Nehmen wir die ersten Wettkämpfe direkt nach der Einführung des RH-Topspins. Es ist ganz wichtig, dass der Spieler das sofort probiert und in ein Spielsystem integriert. Sowas machen aber nur bestimmte Spieler. Andere verlassen sich auf ihre Alternativen (Umlaufen statt RH-Top) weil sie das Risiko nicht eingehen wollen.

Wenn ich es trainiere Riskant zu spielen, heisst das doch nicht, dass ich nur den frühen Balltreffpnkt schule. Das heisst das ich mit späten Balltreffpunkt anfange und mich dann Richtung Tisch arbeite. Es gibt immer Sitationen wo man später Topspins tischnah und halbdistanz kombiniert. Und wenn ich ein klarer Fürsprecher des riskanten Spiels bin heisst das nicht, dass ich nicht auch schupfen trainieren lasse.

Dem DTTB Einheitstischtennis vorzwerfen ist nicht gerechtfertigt. Viel zu unterschiedlich sind die aktuellen Topspieler.

Auch ein Boll trainiert beispielsweise lange Schupfbälle siehe:

http://www.tt-lehre.de/v_direkt.html...eckschlag_boll

Zitat:
Zitat von Kay Seyffert Beitrag anzeigen
Sollte man nicht dem durchschnittlich begabten Spieler die für ihn vorteilhafte Technik vermitteln? Sobald er diese sicher beherrscht geht es darum Tempo und Risiko zu steigern, aber doch nicht vorher...
Natürlich ist das auf jeder Ebene so. Man beginnt mit Vorübungen, und vereinfacht sogar die Bedingungen wenn man eine Technik einführt. Kein Trainer wird mit einem Anfänger einen frühen Balltreffpunkt trainieren. Aber das ist das erklärte Ziel der ganzen methodischen Reihe. Und das ist erstmal unabhängig davon ob es sich um ein sogenanntes "Riesentalent" oder motorisch nur mässig Begabten handelt.

Gerade wenn man Beinarbeit tischnah trainieren will, dann geht das nur (auf hohem Niveau!) wenn die Spieler nicht alle Bälle fallen lassen. Da sich die Trainingsgruppen sowieso harmonisieren ist das ach kein Thema. Irgendwann trainieren die besseren eben nicht mehr mit den schlechteren (Kadertraining) und dann trainiert eben individueller. Wenn ich eine mässig talentierte Gruppe mit mittlerem Spielniveau trainieren würde, würde ich auch eher mal analysieren mit welchen Bällen sie im Wettkampf vorwiegend punkten und welche Spielzüge eben für Fehler und Niederlagen sorgen. Ein Vorgehen nach Plan gibt es nicht. Im Einzelfall kann es sinnvoll sein, dass ich einen Spieler ganz nah an den Tisch hole, aber es ist keine DTTB Vorgabe die jeder Spieler erfüllen muss.

Geändert von Cheftrainer (08.03.2008 um 13:00 Uhr)
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