|
AW: Wer kennt Antolin?
Mein Sohn hat jetzt seit ca. drei Monaten Zugriff, meine Tochter seit zwei Wochen. Gelesen haben sie schon vorher viel. Ich sehe nicht unbedingt, dass die Kinder hier gefördert werden. Sie werden kontrolliert, was und wieviel sie in ihrer Freizeit lesen. Dass ein Punktesystem einen gewissen Wettbewerb mit sich bringt ist durchaus motivierend. Allerdings hat auch so etwas zwei Seiten, denn wo es Gewinner gibt, gibt es auch Verlierer.
Da ich bei meinen Kindern in punkto Lesefleiss und -kompetenz keine Probleme habe, sehe ich diese Geschichte schon etwas kritischer, zumindest auch von einer anderen Seite. Es wird heute schon vorausgesetzt, dass man zuhause über einen Internetzugang verfügt. Eine Lehrerin, die bei ihrer Vorstellung gleich sagt, dass sie keinerlei Informationen zu ihrem Privatleben (Familienstand, Hobbys, etc.) preisgibt, weil dies ihre Privatsphäre ist, will andererseits die volle Transparenz, was meine Kinder in ihrer Freizeit lesen.
Wir haben auch lesen gelernt und die Lehrer konnten sich über unseren Leistungsstand ein Bild machen und mussten sich ggfs. über Fördermaßnahmen Gedanken machen.
Der wesentliche Unterschied mit Antolin ist, dass die begabteren Kinder ihre Überlegenheit gegenüber den Schwächeren jetzt in Punkten ausdrücken können.
|