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NSC W.-Steinberg unterliegt Bingen 4:6
Gießener Anzeiger vom 30.09.02
Von Lockerheit und Nervenstärke war nichts zu spüren
– Sarah Textor steigerte sich
POHLHEIM (ad). Der Fehlstart ist perfekt: Der NSC W.-Steinberg muss in der 2. Tischtennis-Bundesliga der Frauen weiter auf den ersten Sieg warten. Gegen Hassia Bingen stand es 3:3 zur Halbzeit, und erneut setzte es am Ende für den NSC eine 4:6-Niederlage nach einem 0:2 in den beiden folgenden Spitzeneinzeln.
Liegen die Nerven beim NSC schon nach dem dritten Saisonspiel blank? Mit Bingen stellte sich eine starke Mannschaft in Watzenborn vor, die zumindest auf dem Papier aber durchaus schlagbar schien. Lediglich die Nummer eins der Gäste, Fen Liang, war mit ihrem unangenehmen, variablen und platzierten Penholder-Noppen-Block-Spiel von ganz nahe der eigenen Tischkante agierend und verteilend diesmal den beiden NSC-Akteurinnen Inka Dömges und Hana Valentova weit überlegen. In allen anderen Spielen war für den NSC ein Sieg möglich. Doch von Lockerheit, Nervenstärke und gutem Spiel über längere Passagen war nicht viel zu verspüren.
Nach den Doppeln mit Favoritensiegen (hier konnten Czajkowski/Textor ihre chinesischen Gegnerinnen immerhin zwei Sätze lang ärgern), war noch alles im Plan. Auch das 1:1 im vorderen Paarkreuz war aus NSC W.-Steinberg –
Hassia Bingen 4:6
NSC-Sicht o.k., wenn auch der Sieg von Hana Valentova recht glanzlos ausfiel und die Art und Weise der Niederlage von Inka Dömges nachdenklich stimmen konnte. Desiree Czajkowski hatte Probleme im offenen Spiel mit der Rückhand und verlor so die ersten beiden Sätze unglücklich, den dritten aber klar. Sarah Textor konnte sich als einzige Spielerin gegenüber den Doppeln steigern, bereitete ihrer Gegnerin Julia Minor Probleme mit ihrer Noppen-Rückhand und schaffte den 3:3-Ausgleich.
Hana Valentova kam gegen Liang nie richtig ins Spiel, auch wenn am Ende ein Satzgewinn nach 0:5-Rückstand im dritten Satz zu Buche stand.
Inka Dömges hatte auch in ihrem zweiten Einzel keinerlei Chancen, und nach einen 0:2-Satzrückstand von Desiree Czajkowski sah es schon nach dem gewohnten Heim-3:6 aus.
Doch das NSC-Nesthäkchen bog das Spiel noch um. Jedoch hatte am Nachbartisch Sarah Textor nach knappen und unglücklichen Satzenden schon mit 0:3 verloren, so dass dies nur noch Ergebniskosmetik war.
Stenogramm
Valentova/Dömges – Minor/Steyer 3:1 (6,7,-8,3), Czajkowski/Textor – Liang/Xiang 0:3 (-12,-8,-5), Valentova – Xiang 3:1 (8,6,-5,10), Dömges – Liang 0:3 (-8,-7,-8), Czajkowski – Klein 0:3 (-12,-9,-4), Textor – Minor 3:0 (9,6,7), Valentova – Liang 1:3 (-5,-7,9,-5), Dömges – Xiang 0:3 (-7,-5,-6), Czajkowski – Minor 3:2 (-7,-9,7,9,9), Textor – Klein 0:3 (-11,-9,-8)
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