Zitat:
Zitat von Carstens_Brüderchen
Nun, ich gebe zu, dass meine Wortwahl sicher über das sonst vielleicht eher typische Maß hinausging, was daran liegen mag, dass ich schon vor einigen Jahren stinksauer auf die Regierung Schröder war.
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OK, Frust muß auch mal raus.
Zitat:
Zitat von Carstens_Brüderchen
Wie schon angedeutet, wurde zu der Zeit sträflich in die falsche Richtung gewirtschaftet - anstatt Geld in die Wirtschaft zu geben, wurde um jeden Preis (treffendes Bild...) gespart.
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Konjunkturgesetze wurden wissentlich ignoriert, um den Eindruck des eifrigen Sparens weiter zu schüren.
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Diese Haltung mündete in einen bundesweiten Sparwahnsinn, dem viele Arbeitsplätze zum Opfer fielen. Das hatte mitunter zur Folge, dass die Infrastruktur auf Dauer immer maroder wurde und weitere Folgeschäden nicht ausblieben - man denke nur an den Zustand westdeutscher Straßen oder älterer Bahnhofsgebäude. Als ich vor etwa vier Jahren mal mit dem Zug nach Mailand fuhr, habe ich regelrecht schockiert zur Kenntnis genommen, wie verfallen Deutschland in den Augen eines Durchreisenden wirken muss, der aus einem anderen Land kommt.
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Die Finanzpolitik hat seinerzeit jedenfalls den Fehler begangen, kategorisch zu sparen, statt umsichtig zu investieren. Hierzu muss man wissen, dass jeder Euro, der in die Wirtschaft gegeben wird, etwa zehnmal ausgegeben wird, bevor er wieder im Säckel landet.
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Hier sind wir uns vollkommen einig.
Oskar Lafontaine bemängelt genau dies ebenfalls in seinem Buch "Das Herz schlägt links" und hat auch aus diesem Grund seinen Posten in der Regierung aufgegeben.
Das Einzige, was ich hier anders sehe, ist, daß ich das nicht der SPD ankreide. Die Stimmung im Land war damals genau so. Das Sparen wurde Rot/Grün aufgezwungen. Vor allem im sozialen Bereich.
Da sind wir dann wieder bei der Meinungsmache, die bei uns hervorragend funktioniert. [/QUOTE]