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Alt 12.03.2008, 08:10
Jaskula Jaskula ist offline
hasst die 11
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AW: SPD- Eine Partei in der Führungskrise ?

@ powerpaul

Ich kann und will Dich nicht davon überzeugen, daß Oskar L. aus S. ein brillianter Politiker ist, schon deshalb, weil ich nicht alle seine Positionen teile. Ich bin aber der Meinung, daß man seine Aussagen ernst nehmen sollte / muß, da er Dinge an- und ausspricht, die sich in der Politik sonst wenige zu sagen trauen.


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Zitat O. Lafontaine (www.lafontaine.de.vu):
"Der Staat ist verpflichtet zu verhindern, daß Familienväter und Frauen arbeitslos werden, weil FREMDARBEITER(!) ihnen zu Billiglöhnen die Arbeitsplätze wegnehmen."
Ich weiß, Du willst auf den Begriff Fremdarbeiter hinaus. Die Diskussion, ob Oskar eine rechte Gesinnung hat ist aber eine absolute Lachnummer, die nur dazu diente, zu vermeiden, daß man sich mit seiner Aussage auseinandersetzen muß. Billiglöhne für ausländische Arbeitnehmer in D verursachen bei uns Arbeitslosigkeit. Die Aussage stimmt.

Zitat:
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Zitat Oskar Lafontaine (1982, Nato-Doppelbeschluss)
"Helmut Schmidt spricht weiter von Pflichtgefühl, Berechenbarkeit,Machbarkeit, Standhaftigkeit. Das sind Sekundärtugenden(!), ganz präzise gesagt: Damit kann man auch ein KZ betreiben!"
Die Aussage entspricht nicht dem was man sagen darf, ist an sich aber richtig. Wer sich bemüht, versteht, daß er damit nur sagen möchte, daß die ach so wichtigen Tugenden, die bestimmte politische (evtl. notwendige) Entscheidungen nicht zulassen, gar nicht soooo wichtig sind. Pragmatische Politik ist auch mir lieber als Formalismus.

Zitat:
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noch eins? Bitte sehr: (SPD - Parteitag, Berlin 1989)
"Was für ein historischer Schwachsinn!" (zur Frage der Nato-Zugehörigkeit eines vereinten Deutschlands).
OK, eine Fehleinschätzung. Wer konnte zu diesem Zeitpunkt (Gorbi hatte noch gar nicht zugestimmt) davon ausgehen, daß sowas möglich sein könnte. Die Einschätzungen der gegenseite haben allerdings wohl auch nur teilweise gestimmt.

Zitat:
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Noch eins? Aber gerne, bitteschön:
"Der Raffgier wurde gesetzlich(!) Tür und Tor geöffnet!" (2008 zum Thema Zumwinkel, Süddeutsche Zeitung)
Er hat hier absolut Recht. Auch wenn Zumwinkel gegen Gesetze verstoßen hat, so sind unsere Gesetze in vielen Punkten so, daß es Schlupflöcher gibt. Diese Gesetzeslücken dürfte er gemeint haben und dazu wohl die Tatsache, daß die Strafen viel zu gering sind.


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Noch Fragen, Kienzle?
Ja, Hauser.
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