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Männer weinen nicht - Kinder schon
Tischtennis ist eine "brutale Kampfsportart". Einer gegen den andern, einer verliert, einer gewinnt. Unentschieden gibt es nicht. Der Sieger hat damit in der Regel keine Probleme, für den Verlierer aber bricht manchmal eine Welt zusammen, erfühlt sich als wertloser Versager.
Eine oft grausame Situation. Sie trifft manchmal sogar die Besten. Zum Beispiel, wenn ein guter B-Schüler gegen einen etliche Jahre älteren Jugendlichen verliert.
Eine Lösungsmöglichkeit: eine "win-win - Situation" herstellen, so dass sich keiner als Verlierer fühlt, auch wenn er verloren hat. Das ist entweder vor dem Spiel (wenn die Niederlage absehbar ist) oder nach dem Spiel möglich. Natürlich auch mittendrin beim Coachen.
Ich habe da so meine Strategien, die manchmal greifen, manchmal nicht. Zum Beispiel gibt es keinen Vorwurf nach der Niederlage, nur positive Aspekte werden angesprochen. Das kann vielleicht der Aufschlag des Gegners sein, den der Schützling im letzten Satz besser bekommen hat. Trösten hilft manchmal, manchmal bewirkt es auch das Gegenteil. Ich hatte es schon, dass ein Spieler unbewusst gerne verloren hat, weil er anschließend getröstet werden wollte. Wahrscheinlich hat ihm das zuhause gefehlt.
Welche Strategien und Wege habt ihr, um einer "win-win-Situation" möglichst nahe zu kommen?
Geändert von klugscheisser (13.03.2008 um 00:39 Uhr)
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