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Alt 06.10.2002, 13:21
Jaskula Jaskula ist offline
hasst die 11
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Jaskula ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
Ich glaube, daß selbst Laien einschätzen können, daß ein gelegentlicher Erfolg eines unterklassigen Spielers diesen nicht zum Superstar macht.

Frank Müller ist aber eben auch nicht so schlecht wie er oftmals dargestellt wird. Es gibt genügend sehr gute Spieler in oberen Klassen, die gegen ihn Probleme haben.

Im Tischtennis spielt das Material nun mal eine recht große Rolle, damit müssen wir leben, genauso wie mit der tatsache, daß TT eine Sportart ist, die im körperlichen Bereich nicht die allergrößten Anforderungen stellt.

Es wirkt natürlich auf den Betrachter befremdlich, wenn ein Spieler mit offensichtlich deutlichem Übergewicht noch in einer hohen Klasse spielen kann, weil er taktisch stark ist, enormes Ballgefühl mitbringt oder über besonders ausgeprägte Antizipationsfähigkeiten verfügt. Ebenso die Tatsache, daß man auch im hohen Alter noch sehr erfolgreich spielen kann (z.B. mit 72 noch in der Bezirksliga), fördert nicht das Image der durchtrainierten Supersportler.

Die Frage ist nur, ob es nicht vielleicht sinnvoller ist, das Image des TT positiv zu nutzen. Welche Sportart kann man denn ein Leben lang mit hoher Intensität und Spaß wettkampfmäßig ausüben ? Fubball, Handball, Basketball, Volleyball (Ende zwischen 40 und 50), Tennis (Ende mit 50-60). Leichtathletik, Turnen und Schwimmen findet als Wettkampfsport bei den Erwachsenen so gut wie nicht statt.
Bleibt noch Golf, wobei wir uns hier vom Leistungsanspruch wiederum nicht verstecken müssen.

Deshalb denke ich, man sollte nicht an der Sportart herumdoktern, sondern die eigene Einstellung überprüfen und dann die Stärken und Vorteile des TT offensiv verbreiten.

Ich hab's schon mehrfach gesagt, wir haben immerhin den Vorteil, daß fast jeder mal einen TT-Schläger in die Hand nimmt und daß es fast jedem auch einigermaßen Spaß macht. Entscheidend für den Erfolg in der Breite ist dann nur noch die Attraktivität der Vereine. Und da hapert es mancherorts leider.
Der Spitzensport entwickelt sich dann bei einer breiteren Basis besser und kann seinerseits Impulse geben in Form von Vorbildern, erkann aber nicht das Hauptziel sein.
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