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AW: FSV Kroppach vor Finaleinzug
1.) Der Anspruch einer umfassenden Darstellung habe ich nie erhoben und erhebe ich angesichts der Komplexität des Themas auch nicht. Äußerungen, die sich aber nur auf Trickserei und Beschiss beschränken, reichen aber auch nicht. Letzendlich könnten nur die direkt Beteiligten umfassend Auskunft geben, wobei sich natürlich auch dort generell die Frage nach deren Objektivität stellt. Das ist aber ein allgemeines Problem jeder Darstellung.
2.) Die Schiedsrichter sind keine Mitglieder des FSV Kroppach. Ein Schiedsrichter der TT-Bundesliga sollte im Umgang mit internationalen Profispielerinnen erfahren genug sein und wissen, wie er sich verhält. Eine Beeinflussung könnte ich höchstens dann akzeptieren, wenn man auf deutsche Sprachkenntnisse abstellen würde. Wie viele der mitwirkenden Spieler stammen aber ursprünglich aus Deutschland? Andererseits müssen die SpielerInnen immer noch selbst spielen. Kein Schiedsrichter führt ihnen die Hand beim Schlag. Es gibt auch keinen objektiven Gegenbeweis, dass man mit anderen Schiedsrichtern besser oder schlechter gespielt hätte. Sympathie spielt natürlich eine Rolle, aber wer garantiert, dass es mit den Luxemburgern besser funktioniert hätte?
3.) Wenn man mit der Nationalität der Schiedsrichter und Spielerinnen argumentiert, hätten keine Luxemburger als Schiedsrichter eingesetzt werden dürfen. Das wurde aber bereits thematisiert.
4.) In Sportarten (u.a. Skifliegen, Kampfsport) mit einem internationalen Kampfgericht sind häufig auch Schiedsrichter der beteiligten Nationen in der Jury dabei. Jedoch gibt es dabei auch die Möglichkeit, abweichende Bewertungen zu streichen. Im Fußball z.B. ist aufgrund der Mulitnationalität der Teams eine Überschneidung zwischen der Nationalität der Schiedsrichter und der Spieler nicht immer zu gewährleisten. Aber bei Länderspielen und Begnungen auf internationalem Parkett wird natürlich auf neutrale Schiris geachtet, da stimme ich zu und verstehe Deinen Gedankengang durchaus.
5.) Ein Unterschied zwischen Heimspiel- und Auswärtsspielatmosphäre besteht immer. Es ist bei den meisten SpielerInnen so, dass man sich daheim besser fühlt, das kennt man aus eigener Erfahrung. Aufgrund der zahlreichen mitgereisten Fans, die ihr Team unterstützten und Stimmung machten, dürfte das trotz als relevanter Faktor doch eher eine untergeordnete Rolle gespielt haben. Erfahrenen, internationalen Profispielerinnen sollte eine gewisse Konzentrationsfähigkeit und Wettkampfhärte unterstellt werden können, zumal der eigene Anhang wesentlich lauter als die Heimmannschaft war. Alternativ gibt es nur die Möglichkeit, ein Finale an einem neutralen Ort auszutragen. Auch diese Idee wurde bereits angesprochen.
6.) Bei meinem Hinweis auf den Spielabbruch habe ich bewußt auf "Konsequenzen" aber auch auf Rechte hingewiesen. Geldstrafe gehört zu den Konsequenzen. Wie die Rechtssprechung der ETTU das auslegt, kann niemand voraussehen, was Du mit Recht angemerkt hast. Wie die Weigerung, das Spiel wegen der unklaren Situation überhaupt zu beginnen, in diesem Fall bewertet worden wäre, kann ich nicht beurteilen.
7.) Wenn der auch in der Presse angeführte Herr aus Italien kein Funktionär und völlig kompetenzlos ist, warum erscheint sein Name dann in diesem Zusammenhang in öffentlichen Berichterstattungen? Hat er ohne Erlaubnis das Spiel genehmigt, wäre das ein Skandal. Damit wäre die Gegenfrage verbunden, woher die Verantwortlichen seine Rufnummer hatten. Ich glaube kaum, dass man in solch einer Situatuon willkürlich einen "Telefonjoker" zieht und jemanden ohne Entscheidungskompetenz anruft, sondern eine Liste der Ansprechpartner vorliegen hat oder haben sollte. Weitere Details hierzu kenne ich nicht.
8.) Was die Genehmigung der Schiedsrichter angeht, muss diese telefonisch erteilt worden sein. Während der 45 Minuten Verzögerung waren die Verantwortlichen im permanenten Telefonkontakt, wie in der engen Kroppacher Halle am Klingeln des Telefons zu hören und in einem Raum durch das Glasfenster zu sehen war. Zudem wurden die Zuschauer per Durchsage darüber informiert, dass man sich mit der zuständigen Stelle um eine Klärung bemühe und um Geduld bitte. Erst nach Rücksprache wurde das Finale begonnen. Einen Spielbeginn hätten weder die Verantwortlichen noch die Teams ohne eine offizielle Genehmigung riskiert. Es wäre natürlich skandalös, wenn der "falsche Mann" eine Genehmigung erteilt hätte, zu der er nicht legitimiert gewesen ist. In diesem Fall müsste geprüft werden, ob die ETTU einen falschen Ansprechpartner benannt hat oder der Verein den falschen angerufen hat. Ich glaube aber kaum, dass nach Feierabend nur noch der Hausmeister anwesend war und gesagt hat "dann spielt man schön". Andere Namen, als die in der Presse genannten, sind mir auch nicht bekannt.
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