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Alt 31.03.2008, 20:55
JanMove JanMove ist offline
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AW: Was ist logisch? Was ist Logik?

Zitat:
Zitat von stefan.s Beitrag anzeigen
Ausgangspunkt CBs Frage nach dem freien Willen.

Ich fragte vor ein paar Tagen mal danach, ob Elementarteilchen ein 'Konstrukt' (wie die Farbe 'rot') seien.

Jan Move negierte dies. Daraufhin entspann sich ein interessanter physikalischer Disput , dem ich nur bedingt folgen kann.

Muss ich aber auch nicht, denn die Frage (hier nach dem freien Willen stellt sich M.E. auf einer ganz anderen Ebene.

Mit anderen Worten:
Natürlich sind Elementarteilchen ein (menschliches) Konstrukt.
Wenn ich unter einem bestimmten Elementarteilchen ein Objekt verstehe, das bestimmte physikalische Eigenschaft hat, dann definieren diese Eigenschaften gerade das Teilchen. Die Objekte mit diesen Eigenschaften waren aber zweifelsohne schon vorhanden bevor man wusste, dass es solche Objekte mit genau diesen Eigenschaften gibt. Natürlich können die Eigenschaften dieser Objekte im Laufe der Zeit mit verbesserten Theorien und Messungen modifiziert werden.

Zitat:
Zitat von stefan.s Beitrag anzeigen
Jede Wissenschaft steht seit Popper unter dem Fallibilismusvorbehalt, was ja nichts anderes besagt, daß eine jene Annahme nur so lange Gültigkeit für sich beanspruchen kann, bis sie falsifiziert wird.
Eine Verifikation ist schlicht unmöglich.

Die Wissenschaftsgeschichte hat nun gezeigt, daß alle Theorien - auch die mathemathischen und physikalischen - ausnahmslos verworfen oder modifiziert wurden, was ganz einfach daran liegt, daß sie nur 'Annahmen' über die 'Wirklichkeit' abbilden, nie aber die 'Wirklichkeit' selbst.
Man muss hier strikt trennen zwischen Mathematik und Physik bzw. Naturwissenschaft. Die Art (Qualität) der Axiome in der Mathematik sind grundsätzlich anderer Natur als die der Naturwissenschaften. Deswegen ist auch noch nie eine innerhalb ihres Axiomensystems fehlerfrei deduzierte mathemathische Theorie modifiziert geschweige denn verworfen worden. Nenne mir mal eine? Für die Naturwissenschaften trifft Deine Aussage zu.


Zitat:
Zitat von stefan.s Beitrag anzeigen
Diese 'Axiome' selbst sind aber 'Übereinkünfte', wir können nicht wissen, ob diese:

1: immer gültig sind
2: nicht durch 'neu'entdeckte' relativiert oder ad absurdum geführt werden.
"Übereinkünfte" finde ich ein unpassendes Wort. In der Naturwissenschaft sind die Grundaxiome Erfahrungstatsachen, die bis zum aktuellen Zeitpunkt von der Erfahrung bisher immer bestätigt wurden, d. h. nie falsifiziert wurden.
In der Mathematik sind es nicht beweisbare Grundannahmen. Die mathematischen Grundannahmen können aber nicht wie naturwissenschaftliche Grundannahmen falsifiziert werden.

Zitat:
Zitat von stefan.s Beitrag anzeigen
Was ich damit sagen will: Hier wird oft Wahrheit und Wirklichkeit vertauscht.

Unter der Voraussetzung, daß ich die Quantenmechanik resp. die allgemeine Pysik als Grundlage der WIRKLICHKEIT akzeptiere, kann ich wohl auf dieser Basis Begründungen für die o.g. Frage finden.

Aber: Wie begründet Ihr Euren Ansatz Leuten, die die Quantenmechanik o.ä. nicht kennen wollen oder andere Ansätze haben?

Genauer: Wie kann die Quantenmechnik andere WAHRHEITStheorien desavouieren?

Gruß S.

P.S. Sorry, ist bestimmt ein wenig wirr. Bin aber für Erklärungen immer zu haben...
Nur um einem Missverstämdnis vorzubeugen. Ich sage nicht, dass die Quantenmechanik die Existenz eines freien Willens beweist. Ich sage nur, dass sie aus physikalischer Sicht prinzipiell eine Türe offen lässt, dass ein freier Wille möglich ist. Um weitergehende Aussagen aus rein physikalischer Sicht zu treffen, muss man sich wohl sehr intensiv mit dieser Thematik befassen, und evtl. verlässt man dabei auch leicht den Zulässigkeitsbereich für die Physik?!
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