Zitat:
Zitat von JanMove
Wenn ich unter einem bestimmten Elementarteilchen ein Objekt verstehe, das bestimmte physikalische Eigenschaft hat, dann definieren diese Eigenschaften gerade das Teilchen. Die Objekte mit diesen Eigenschaften waren aber zweifelsohne schon vorhanden bevor man wusste, dass es solche Objekte mit genau diesen Eigenschaften gibt. Natürlich können die Eigenschaften dieser Objekte im Laufe der Zeit mit verbesserten Theorien und Messungen modifiziert werden.
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Hey Jan!
Genau hier hast du mir im komplett allen zugestimt.
'Wenn... ich verstehe' ist nicht sprachlich ungenau, sondern exakt.
Soll heißen, daß es eines Willensaktes, nämlich der Anerkennung dieser oder jener Theorie bedarf, die dann ein zeitgemäßes Instrumentarium zur Erklärung der 'Wirklichkeit' darstellt.
Galileis bwz. Keplers Erkenntnisse bezüglich der Gestirne macht das doch deutlich. Die Erde WAR vorher eine Scheibe, nun ist sie es nicht mehr. Auf dem Gebiet der 'Naturwissenschaften' wird gerne herumgedoktert. Ob's nun Heisenberg mit seiner Unschärfe ist, Einstein mit seiner Relativität oder heute Hawking mit irgendwelchen umstrittenen Thesen.
Erkenntnis wird gewonnen aufgrund präziserer Instrumente.
Diese Instrumente baut aber mit welchem Impetus wer?
Lustigerweise haben sich die großen Physiker tatsächlich immer in Grenznähe der Philosphie bewegt, eben weil sie wußten, daß sie partikulare Erkenntnis 'produzieren'.
Um nicht mißverstanden zu werden: Genau dieses (naturwissenschaftliche) Wissen hält die Welt, so wie sie ist am Leben, aber eine positive Wissenschaft kann existentielle Fragen streng genommen nicht einmal thematisieren.