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Alt 04.04.2008, 16:28
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bibu09 bibu09 ist offline
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AW: SPD- Eine Partei in der Führungskrise ?

Zitat:
Zitat von Nacki Beitrag anzeigen
Wolfgang Lieb:
"...
Es ist deshalb absurd, nun Beck für den Ansehensverlust der Partei verantwortlich zu machen.
"
Komplettes Interview
@jaskula und Abwehrtitan: Nicht die Medien alleine (klar steuern sie in die eine andere Richtung und beeinflussen), sondern vielmehr der dusselige Wähler, der heute (also bei Wahlen) vergessen hat, was gestern (letzte Amtsperiode) war.

@Nacki: Habe mir deine Links mal angeschaut. Finde sie gut geschrieben, aber zustimmen würde ich nur dem Spiegel-Artikel, dort steht:

"Die Sozialdemokraten bräuchten einen wirklichen "Leader", jemanden, der seiner Partei zurückgibt, was ihr Schröder und Müntefering alles in den üblen Jahren 2003/04 fortgenommen haben. Ein solcher Leader müsste wenigstens die Ahnung von einer den Alltagspragmatismus überschreitenden Idee haben; er müsste sich um die zerfallene sozialdemokratische Organisation kümmern; er müsste die innerparteilichen Bataillone sammeln, die sich für ihn auch in den harten Zeiten medialen Gunstentzugs schlagen. Er sollte ein großer Integrator sein, aber auch ein konzeptioneller Scout mit Witterung für die Themen von morgen."

Die fettgedruckten Stellen mal kurz vor Augen halten und jetzt mit Beck vergleichen. Naja, meine Meinung dürfte bekannt sein

Klar ist Kurt Beck nicht alleine für die Krise in der SPD verantwortlich. Er hätte aber gerade in der Hessen-Frage (kann man das so sagen??) sofort dazwischengehen können. Gut, für seine Krankheit kann er nichts. Aber gerade dieVerlässlichkeit seiner Aussagen ("Im Westen nicht mit den Linken" Anm: Dazu zähle ich auch eine Tolerierung) liess doch stark zu wünschen übrig.

Zum Linksruck: Klar ist es kein 180 Grad-Drehung der Politik der SPD. Alleridngs gerade das Rumbasteln an den Hartz-Reformen (Verlängerung der Bezugsdauer auf 24 Monate)läßt aus meiner Sicht nur eine Erklärung zu: Beck will mit solchen Aktionen den Linken das Wasser abgraben. Aber mal ehrlich: Darauf fällt doch nun wirklich keiner rein. Dadurch wird nicht ein Mitglied bzw. Wähler zurückkommen. Unzufriedene bekäme man nur mit einem radikalen Kurswechsel zurück. Allerdings müßte man dann noch erklären, warum man nicht gleich die Linken wählen sollte, sondern eine runderneute SED (ääh SPD).

Schaudern müsste ich bei dem Gedanken, wenn Lafontaine wirklich MP vom Saarland werden würde
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... und er lächelt, denn er weiß, das Böse siegt immer
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