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Tischtennis-Regionalligist SV Neckarsulm ist jetzt mit 8:4 Punkten Vierter der Tabell
Heilbronner Zeitung
Dem Oldie Werz kommt einfach keiner bei
9:2 gegen Würzburg II, 4:9 in Seckenheim: Tischtennis-Regionalligist SV Neckarsulm ist jetzt mit 8:4 Punkten Vierter der Tabelle.
Den Würzburgern reichten am Samstag zwei Chinesen, ein mehrfacher deutscher Meister und drei bayerische Jugend-Ranglistenspieler vom Tischtennis-Internat Würzburg nicht aus, um den Neckarsulmern ernsthaft Paroli zu bieten
Gleich zu Beginn zeigten die Gastgeber in den Doppeln der Würzburger Zweitligareserve die Grenzen auf. Nur das Einser-Doppel Braun/Horlacher hatte gegen Qi/Endreß einige Probleme, siegte aber im entscheidenden 5. Satz sicher.
Einmal mehr waren es Kühnle/Möß, die mit einer brillanten Leistung erneut ein Spitzendoppel besiegten. Im dritten Doppel konnte auch der mehrfache Deutsche Doppelmeister Cornel Borsos mit Partner Pache gegen die gut eingespielten Friebe/Werz beim 0:3 nicht viel ausrichten.
Diese Führung bauten Josef Braun und vor allem Daniel Horlacher gegen den Chinesen Qi mit einem 3:1 zur 5:0-Führung aus. Nun waren die Würzburger mit dem mittleren Paarkreuz, ihrem besten Mannschaftsteil, am Zug.
Doch nur hauchdünne 3:2-Siege von Cornel Borsos über Peter Kühnle und von Fan gegen Marc Friebe sprangen heraus. Es sollten die einzigen Würzburger Punkte bleiben.
Im "Spiel der Generationen" zwischen dem 42-jährigen Klaus Werz und dem erst 13 Jahre alten Sebastian Endreß, wurde Klasse-Tischtennis geboten.
Der Beste der drei jungen Würzburger war nicht nur anfangs im Doppel beim 2:3 gegen Braun/Horlacher bester Spieler.
Er war es auch, der dem Neckarsulmer Altmeister Werz bei dessen 3:1-Sieg alles abverlangte. Jürgen Möß ließ sich von dem beim jedem Pluspunkt aufschreienden 15-jährigen Stephan Pache nicht aus der Ruhe bringen und siegte mit 3:1.
Josef Braun, der beim 3:2 gegen Qi nicht in Bestform schien, sowie ein souveräner Daniel Horlacher beim 3:0 über Timo Arendt, erzielten die letzten Punkte zum 9:2-Erfolg.
SV Neckarsulm - Würzburger Hofbräu II Braun/Horlacher - Qi/Endress 11:5, 8:11, 11:4, 6:11, 11:7; Kühnle/Möß Fan/Arendt 11:9, 11:7, 12:10; Friebe/Werz - Borsos/Pache 11:5, 11:8, 11:8; Braun - Arendt 14:12, 11:3, 12:10; Horlacher - Qi 11:6, 13:11, 8:11, 11:4; Kühnle - Borsos 9:11,15:13, 9:11, 11:8, 9:11; Friebe - Fan 11:5,9:11,8:11,11:9, 5:11; Werz - Endreß 11:4,15:17, 11:7, 11:5; Möß -Pache 11:9, 11:6, 10:12, 11:9; Braun - Qi 5:11, 11:8, 11:8, 7:11, 11:6; Horlacher - Arendt 11:2, 11:8, 11:5.
Das Spitzenspiel in Seckenheim entschieden die Gastgeber deutlich mit 9:4 für sich. Vor einer stimmungsgewaltigen Kulisse von rund 150 Zuschauern in einer kleinen Halle wurde alles geboten, was das Tischtennis sehenswert macht.
Die Neckarsulmer lagen nach den Doppeln mit 2:1 vorn. Das immer noch unbesiegte Duo Braun/Horlacher bezwang Becker/Keller mit 3:2, ein 3:1-Erfolg gegen Krieger/Bluhm gelang Werz/Friebe.
Josef Braun baute in einem Superspiel gegen den Abwehrstrategen Roland Krmaschek mit einem 3:1 die Führung aus. Daniel Horlacher bot der Nr. 3 der tschechischen Rangliste, Martin Oleinik, harten Widerstand, musste sich am Ende nach großem Kampf aber mit 2:3 geschlagen geben.
Knackpunkt in diesem Spiel war die Neckarsulmer "Mitte". Marc Friebe verlor mit 0:3 gegen Torsten Becker, Peter Kühnle musste nach einer 2:0-Führung gegen Alexander Krieger noch mit 2:3 Sätzen passen.
Einmal mehr war es dann der noch immer ungeschlagene Klaus Werz, der in einem furiosen Spiel die Neckarsulmer zum Ausgleich führte. Doch nach dem 4:4 punkteten nur noch die Seckenheimer.
Erst verlor Möß, dann gab Braun das Spitzenspiel gegen seinen tschechischen Landsmann Oleinik mit 1:3 ab. Als Horlacher, Kühnle und Friebe - Letzterer hatte beim 11:13 im Entscheidungssatz gegen Krieger Pech - auch ihre zweiten Spiele verloren, war die etwas zu hoch ausgefallene Niederlage perfekt. (rst)
Seckenheim - Neckarsulm 9:4 Oleinik/Kramschek-Kühnle/Möß 11:5, 11:2, 11:6; Becker/Keller - Braun/Horlacher 11:9, 9:11, 2:11, 11:6, 6:11; Krieger/Bluhm - Werz/Friebe 13:15, 8:11, 11:9, 7:11; Oleinik - Horlacher 8:11, 11:4, 11:1, 4:11, 11:3; Krmaschek - Braun 5:11, 10:12, 9:11; Becker-Friebe 11:9, 11:9, 11:8; Krieger - Kühnle 5:11, 9:11, 11:6, 11:3, 11:2; Bluhm - Möß 11:1, 13:11, 11:6; Keller - Werz 2:11, 8:11, 11:3, 12:14; Oleinik - Braun 11:4, 13:15, 11:2, 11:8; Krmaschek-Horlacher 11:8, 11:5, 11:6; Becker - Kühnle 11:9, 5:11, 11:7, 11:9; Krieger - Friebe 11:7, 11:8, 8:11, 9:11, 13:11. (rst.)
15.10.2002
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