Sagenhaft!
... wie unterschiedlich die Empfindungen sind ...
Zu anfang dieses Uralt-threads gab ich laut mit einem flott geratenen TSP 3,5 (ALL) sehr zufrieden zu sein. Das spielte ich seit erscheinen der TSP Balsa. Das war schon katapultig und sehr direkt. Meinem Schlagspin bekam das sehr gut. Trotzdem spielte auch immer Rotation eine große Rolle. Passte aber gut zu meinen Belägen mit eher weicherem Obergummi. Für das übliche Topspinspiel bis in die Halbdistanz halte ich die TSP Balsa im Regelfall für ungeeignet.
Für mein tischnahes Block-/Konter-/Schlagspinspiel sieht das ganz anders aus. Mit Erscheinen von RI kaufte ich mir ein MA1. Der Sprung zu OFF+ war ein bisschen heftig, aber ich habe schon gesehen, dass diese Hölzer für mich im Grunde passen. Mit RI tat sich für mich die bis dahin verschlossene Welt der OFF-Hölzer auf. Der Grund ist banal, es gab keine OFF-Hölzer mit großem Blatt. Inzwischen spiele ich das Blatt nicht mehr so groß, aber immer RI OFF(+). Das waren in 6-7 Jahren zwei weitere Hölzer und es wäre nur eins gewesen, wenn das erste nicht ein Kombiholz mit einer für Noppen (KN, MLN, LN, GLN) für mich weitgehend untauglichen, weil zu katapultigen RH gewesen wäre. Nun spiele ich ein Krenzer MA1 spezial und damit auch eine OFF(+) RH. Das Holz hat 14mm Dicke, diverse Kantentreffer weggesteckt und wird derzeit noch mit TT-Master SBS ox gespielt. Das geht zwar alles nicht, aber mancher sollte mal einfach berücksichtigen, dass es andere Spielanlagen neben der eigenen gibt.
Dem GLN-Verbot sehe ich gelassen entgegen, bis zum großen Ball habe ich MLN 1,0 allround/offensiv gespielt. Die eingeführte Mindestgriffigkeit ist für mich ein Glück, denn nun kommen wieder die effetarmen Noppenbeläge, die ich für mein Spiel brauche! GLN waren für mich nur eine Verlegenheitslösung, die mir die offensiven Möglichkeiten nahm. Mit zu glatt kam ich besser zurecht als mit zu griffig.
Die Balsahölzer lassen sich in einer erheblichen funktionalen Spannweite fertigen, trotzdem sollten Spinspieler wie Hurz die Finger von den Hölzern lassen und auch nicht darüber schreiben, wenn sie, wie in diesem Fall, ihre Schwarz-weißbrille nicht von der Nase runter bekommen und denen seit ihren Balsaerfahrungen einfach nur auffällig der Geifer schon jahrelang aus den Kommentaren trieft.
Ich bekomme übrigens einen bösen Effet in meine Spins, aber ich spiele eher Volllast. Für ein tempovariables Spinspiel sind die wegen des Katapultes wenig geeignet.
Noch was: Ich liebe diese steifen Hölzer mit ihrer "feinen" Rückmeldung! Wunderbar, aber trotzdem käme ich nicht auf die Idee ein elastisches Stiga Jubiholz als "eklig", "wiederlich", "unbrauchbar" oder sonst wie zu beschreiben. Und das, obwohl das Jubiholz für mich ein Lämmerschwanz ist, den ich eine Viertelstunde spielen kann und dann kriege ich so massiv die Seuche an die Hand, dass ich zu spielen aufhören kann, weil ich es gar nicht mehr geregelt bekomme.
Insgesamt erstaunt mich der doch hohe Anteil an positiven Meinungen zu Balsa. Hätte ich angesichts der immer wieder auftauchenden Krüppelkommentare nicht erwartet. Bei einem doch eher polarisierenden Thema gehören die wohl dazu.
I couldn't care less, enjoy your own blade.
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@ Curveball
Man kann den Ballabsprung ganz gut beeinflussen. Auf meinem OFF(+) Balsa war der normale Nimbus als auch der Coppa Gold zu heftig. Habe dann den Nimbus Soft gespielt, war dann aber mit dem Spin nicht zufrieden. AmTag vor der Runde auf den Coppa silver gewechselt und hatte ausreichend Spin. An den nassgeklebten SSP kommt das nicht ran, aber es spielte sich doch ohne Umstellung recht ähnlich. Die Haltbarkeit ist allerdings geringer als bei einem nassgeklebten SSP. Insgesamt ist der JO silver für mich einen Tick zu harmlos, aber Geschmacksache. Die nächste Generation wartet ja schon. Der JO silver ist in Spin bis jetzt das Beste, was ich gespielt habe. Ein JP Gold ist für das Holz im Ballabsprung leider zu flach. Ich brauch halt was dazwischen. Geht aber schon einzustellen, sowohl über's Holz als auch über den Belag. Nur ein weicheres/klebriges Obergummi macht es aber nicht, dann einen weicheren Schwamm.
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