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Alt 25.04.2008, 15:59
oldwallman oldwallman ist offline
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AW: Schiedsrichter im Tischtennis

Zitat:
Zitat von The Batchelor Beitrag anzeigen
Beim Tischtennis braucht man keine Schiedsrichter. Verbraucht nur Geld und Luft. Bei der Mannschafts-WM in Bremen habe ich viele Selbstdarsteller gesehen. Die haben willkürlich Aufschläge abgezählt, obwohl der Spieler immer die gleichen gemacht hat. Danach gabs natürlich viel Aufregung und das schöne Spiel wurde zerstört. Also nur lästig weg damit !!!

Das sehe ich ein wenig anders! Ebenso das, was weiter oben zum Thema
"1 % " geschrieben wurde.
Als Spieler und Schiedsrichter sehe ich das aus beider Perspektive. Was ich in der Bezirksliga und drum herum alles sehe, geht weit über das 1% hinaus. Aber selbst scheinbar voll regelkundige Spieler (z.B. meine Mannschaftskameraden) wissen viele Dinge nicht oder nur zum Teil. Das fängt mit so simplen Dingen wie - Fehlaufschlag im Doppel, weil auf der EIGENEN Tischhälfte der Ball links von der Linie aufkommt - an und es wären noch 1000 andere Beispiele möglich. Das fällt nur dem Fachmann mit VOLLEM Verständnis fürs Regelwerk UND der nötigen Aufmerksamkeit auf.
Auch Zuschauer - und damit komme ich auf das Thema "Bremen" zu sprechen, sehen nicht, was am Tisch passiert und scheinbar gleiche Aufschläge sind halt doch nicht so gleich. Wenn ein Spieler die Hand schnell aus dem Bereich nehmen soll beim Aufschlag, achtet kaum ein Zuschauer darauf, ob es beim nächsten Aufschlag schneller geht.
Das soll kein Pladoyer auf unfehlbare SR sein, sondern ein wenig um Verständnis werben, dass auch Zuschauer manchmal Dinge falsch sehen können, die der SR richtig gemacht hat.
Mehr gute SR in niedrigeren Klassen würden das Verständnis für unser komplexes Regelwerk erhöhen, die "Gleichgültigen" wollen sich wohl den Ärger ersparen, da sie sonst auf dem Grat zwischen "Überkorrekt" und "GUT" wandeln müssen. Letztlich beurteilen kann das aber nur, wer wenigstens das gleiche Wissen hat wie der zu Beurteilende - jedenfalls in vollem Umfang.
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