Grundsätzlich ist es so, dass bei 11 Mannschaften in der 2. Bundesliga drei absteigen (also auch der ATSV) damit in der folgenden Saison die Sollstärke von 10 wieder erreicht wird.
Die Rechnung ist eigentlich ganz einfach: 11 Mannschaften - 3 Absteiger = 8 Mannschaften + 2 Aufsteiger = Sollstärke 10.
Würde Langweid aufsteigen oder abmelden, wären nur noch 9 Mannschaften übrig und der Drittletzte der aktuellen Saison (also der ATSV) würde als erster Nachrücker in der Klasse bleiben. Bleibt Langweid in der 2. Bundesliga und auch Bingen und Altdorf wollen nicht aufsteigen, steigt der ATSV ab in die Regionalliga.
Dass Langweid abmeldet kann eigentlich ausgeschlossen werden. Die 50:50 Chancen auf den Aufstieg von Langweid sind seit gestern wieder auf 20:80 gefallen.

Aufstiegsberechtigt sind auch Bingen und Altdorf falls Langweid verzichtet. Da sieht es allerdings nicht so aus, als wollte einer von beiden Vereinen aufsteigen.
Die Meldefrist für 1. und 2. Bundesliga läuft übermorgen ab. Spätestens am Donnerstag weiß man also, ob jemand aus der 2. Bundesliga Süd in die 1. Bundesliga aufsteigen will und der ATSV damit gerettet wäre.
Eine weitere Möglichkeit, dass der Drittletzte nicht absteigt, wäre die, dass einer der aktuellen Zweitligavereine abmeldet. Das ist allerdings ebenfalls sehr unwahrscheinlich.
Ob eine Spende an Langweid helfen würde, ist schwer zu sagen. Diese müsste aber wohl mindestens das 4-fache vom geschätzten Gesamtetat des ATSV betragen und selbst dann ist nicht gewährleistet, dass Langweid auf einem bereits ziemlich abgegrasten Spielermarkt noch fündig werden würde.
Der "Backup-Plan" von Fraulautern, im Falle eines Abstiegs des ATSV Saarbrücken mit der zweiten Mannschaft in die 2. Bundesliga aufsteigen zu wollen, wurde mittlerweile auch verworfen, da die Situation zu unsicher ist und die damit verbundenen Risiken nicht abzusehen waren (siehe Zeitungsbericht
hier).
Insgesamt eine sehr unbefriedigende Situation für das Saarland allgemein. Der Abstieg des ATSV hätte wohl zur Folge, dass Olga Nemes den Verein verlässt und für Ann-Kathrin Herges und Theresa Adams macht es auch nicht wirklich Sinn, in der (im nächsten Jahr nochmals schwächeren) Regionalliga völlig unterfordert zu sein.
Eine letzte Möglichkeit auf den Klassenverbleib wäre die, dass einer der Aufsteiger verzichtet. Offenburg als Meister der Regionalliga Süd will sicher aufsteigen. Nachdem wir im Vorfeld auch Kontakt zu Darmstadt hatten und ich davon ausgehe, dass Darmstadt die Relegationsspiele gegen Frankenthal sicher gewinnt, sehe ich auch da geringe Chancen auf einen Aufstiegsverzicht. Selbst wenn Darmstadt verzichten würde, wäre Frankenthal berechtigt, den Platz einzunehmen. Nur wenn beide Relegationsteilnehmer auf den Aufstieg verzichten würden, dürfte Saarbrücken in der Liga bleiben.
Quo vadis, Saarland?