So, jetzt mit etwas Abstand – und auf Wunsch eines einzelnen Herrn in Prosa

- eine Stellungnahme aus Friedeburg zum gestrigen Relegationsturnier:
Wir waren bereits zu Beginn des ersten Spiels vor Ort und konnten uns schon mal ein Bild von dem Leistungsvermögen unserer Gegner machen.
Nach 3 umkämpften Doppeln und einem 1 : 2-Rückstand gewann Jheringsfehn die folgenden 8 Einzel - davon fünf mal 3 : 0 – eine ziemlich beeindruckende Vorstellung.
Danach durften wir gegen Borssum ran. Es war ein eher mäßiges Spiel von beiden Seiten. Überzeugend bei uns nur die Nr. 1 (wie immer) und die Nr. 6 (endlich mal) mit je 2 Siegen, dazu ein Einzel von mir. Unsere Doppelstärke rettete uns ein aus meiner Sicht aber hochverdientes Unentschieden. Zu orakeln, ob es anders gelaufen wäre, hätte Borssum in stärkster Besetzung gespielt, ist müßig. Schließlich konnten wir unsere starken Nachwuchsspieler auch nicht einsetzen.
Das Ergebnis bedeutete, dass wir schon bei 3 Spielgewinnen gegen Jheringsfehn den 2. Relegationsplatz sicher haben würden, der möglicherweise – und so hat es sich ja auch bewahrheitet – ebenfalls noch zum Aufstieg berechtigen konnte.
Ob es diese Zuversicht war, oder ob Jheringsfehn uns nach dem Spiel gegen Borssum unterschätzt hat, oder ob ihnen die dreistündige Pause nicht bekommen ist, oder was auch immer: im entscheidenden Spiel waren wir – was nach dem Überkreuzvergleich kaum zu erwarten war - immer auf Augenhöhe.
Wieder eine Führung nach den Doppeln, die oben und Mitte gehalten wurde und dann unten verloren ging. Entscheidend war dann unser Erfolg im Duell der „2er“, die uns wieder eine Führung brachte, welche bis zum Schlussdoppel hielt. Nach einigem Zittern setzte sich unser Spitzendoppel mit 11 : 8 im fünften Satz durch, und der Außenseiter war plötzlich für die Bezirksliga qualifiziert.
Diese Suppe werden wir nächstes Jahr auslöffeln. Mit welcher Mannschaft, darüber darf noch trefflich spekuliert werden: auf jeden Fall wird sie wohl im Durchschnitt etwas jünger sein.

Und diejenigen, die nicht ganz zu Unrecht auf das Erscheinen unserer Nr. 1 auf dem „Transfermarkt“ gewartet haben, dürfen sich erst mal ein weiteres Jahr zurücklehnen.
Zum Schluss noch ein Wort zu den Rahmenbedingungen: der Boden war nicht sooo glatt wie befürchtet, da hat eher der Sonneneinfall auf einem Tisch (gleicher Nachteil für alle) gestört.
Einen herzlichen Dank noch den Jheringsfehnern für das Angebot an Speisen und Getränken, welches uns die 10 Stunden überstehen liess.
Man sieht sich,
Helmut