Ich bin zwar kein "Regel-Guru", aber wir stoßen wieder einmal auf das Problem, dass die "Regelmacher" von der Situation auf höchster Ebene ausgehen, nicht von den realitäten zwischen Verbandsliga und 3. Kreisklasse.
Ich meine auch, dass du als Schiedsrichter in der Realität der einzige warst, der kein "Time out" hätte nehmen dürfen. Die Formulierung "Mannschaftsführer" wird in der Realität noch zu Problemen führen. Letztlich ist es in der Praxis völlig egal, wer "Time out" reinruft. Wenn der betreffende Spieler entsprechend reagieren will, wird "Time out" sein, weil er, falls der Schiri den Ruf des unautorisierten Mitspielers nicht akzeptieren sollte, dann selbst "Time out" nehmen könnte.
Aber als Schiri kann man nicht gleichzeitig in das Spiel eingreifen. In der Praxis aber ist wieder der gleiche Effekt wie oben geschildert. Wenn denn dieser Verstoß gegen die Neutralität geschieht, kann man dagegen zwar protestieren, das "Time out" nimmt im Zweifelsfall dann aber der Spieler selbst.
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