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Alt 25.10.2002, 10:32
User 1878 User 1878 ist offline
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Ihr habt alle recht

U.U. hab ich einen Ansatz für eine Lösung.
Das Grundproblem ist sicherlich, dass es immer weniger Vereine gibt, die in mittleren Ligen tatsächlich schlagkräftige Truppen zusammenbekommen.
Ein Szenario wie Oldendorf III - VIII, Hude II - V usw. in einer Liga finde ich als (nicht wünschenswerte Perspektive) für nicht so weit hergeholt.
So kanns dereinst kommen.

Meine Idee gegenzusteuern kann so gehen:
Ein kleiner Verein mit guten Jugendlichen (z.B. Mattis Beispiel mit Bokel) geht eine Kooperation mit einem benachbarten Verein mit Stärken im Erwachsenenbereich ein (hier Lunestedt).
Ziel soll sein, die starken Jugendlichen durch ein offenes gemeinsames Training weiter zu fördern. Die Bokeler Jugendlichen dürfen regelmäßig mit den Lunestedter Herren trainieren, Bokel vereinbart in Gesprächen eine finanzielle Leistung für die TT - Abtlg. in Lunestedt für eben diese Trainingsbeteiligung.
Punktspiele bestreiten die Bokeler weiter für ihren Herkunftsverein.
Dies sollte nicht so problematisch sein, da die Jugendlichen ja im Training, auf Turnieren usw. ausreichend gefordert werden, da werden die Punktspiele in der niedrigen Klasse nicht einen so negativen Einfluß auf die Entwicklung haben.

Eine entscheidende Voraussetzung für eine solche Möglichkeit ist aber, dass seitens der Kadertrainer nicht mehr festgelegt wird, in welcher Klasse das Kadermitglied in der nächsten Saison antreten soll. dies Vorgehen bedingt ja häufig genug einen Vereinswechsel.

Vorteile:
- Für den Herkunftsverein ein Gegenwert für die geleistete Aufbauarbeit, indem der Verein innerhalb kurzere Zeit mehrere Aufstiege feiern kann.
- Vorteil für den Kooperationspartner:
Starke neue Trainingspartner, Aufstrebender Nachbarverein, kann Motivation für die eigene Entwicklung bringen.
- Vorteil für die Jugendlichen: Deutliche Verbesserung der für die persönliche Weiterentwicklung entscheidenden Trainingssituation, auf Sicht mit den bekannten Personen weiter zusammenspielen stärkt die (mir zumindest) wichtige soziale Komponente des Sports.

Insgesamt fordert eine solche Idee natürlich ein Zurückstellen von auf allen Seiten vorhandenen Egoismen.
Dann kann sowas m.E. auch über längere Zeit funktionieren.

Für mich kann ich sagen, dass das auch im reinen Erwachsenenbereich Sinn machen kann.
Ich persönlich trainiere gerne und viel, mehr als die meisten meiner Mannschaftskameraden.
Wenn ich die Möglichkeit habe, woanders meinen Trainingseifer zu stillen (vielen Dank nach Hude!!) gibt es eigentlich keinen Grund zumindest kurzfristig den Verein zu wechseln.

Die Idee mit Ablösesummen halte ich ebenfalls für gut.
wir z.B. sind ein Verein, der mittlerweile über m.W. bereits 15 Jahre lang nahezu keine bzw. nur rudimentäre Jugendarbeit macht, sind aber in der Situation, für die direkte Umgebung recht hohe Spielklassen anbieten zu können.
Also haben seit ich im Verein bin (7 Jahre) sicherlich 15 weitere Spieler zu uns gewechselt.
Zumindest für Rosenowski und Plache wäre da wohl eine finanzielle Entschädigung angemessen gewesen.

Gruß Tom
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