Thema: Penholder
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Alt 08.05.2008, 07:16
Ludwig Ludwig ist offline
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Ludwig ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Penholder

Die Mehrzahl der guten Spieler mit japanisch/koreanischem Penholdergriff spielt mit Topspin und viel aus der Halbdistanz. Dafür sind einschichtige Hinoki-Hölzer wie das Butterfly Cypress S sehr gut geeignet. Es gibt aber auch andere Spieler, die mehr auf Block/Schuß setzen und dann in der Regel härtere mehrschichtige Hölzer bevorzugen, zum Beispiel das Butterfly Senko. Hier wird dann oft eine mehr rundliche oder tropfenförmige Bauform gewählt.
Bei den Penholderhölzern mit eckigem, erhöhten Griff, wie sie beim japanisch/koreanischen Griff benötigt werden, gibt es also ausser der traditionellen rechteckigen Form durch aus auch noch andere Varianten und auch der Holzaufbau kann von einschichtig bis mehrlagig inklusive Spezialmaterialien wie Carbon gefunden werden. Was einem liegt und ob man den hohen Preis für ein Hinoki-Holz bezahlen will, muß man selbst entscheiden. Eine ähnliche Spielweise wie RSM kann man auch mit preisgünstigeren Hölzer durchaus praktizieren. Typisch sind die japanischen Beläge Sriver L oder Bryce, aber auch mit einem preiswerten Belag wie RITC Focus geht solch eine Spielweise.
Wenn man nicht zu weit vom Tisch entfernt ist, kann man auf der RH anstatt des "zurückfischens" auch eine Art Schnittblock gut spielen, also einen Block, bei dem der leicht geöffnete Schläger beim Schlag von oben nach unten bewegt wird. Dies wird vom Gegner oft falsch eingeschätzt und führt dann zu einem Fehler oder einem Ball, den man gut angreifen kann.
Am Tisch sollte man nicht nur den knallharten Stoßblock spielen, sondern auch mal mit einem weichen, kurzen Block das Tempo rausnehmen und dann seinen Angriff mit einem Flip neu aufbauen.
Wenn man in der H angespielt wird und Probleme hat, zu umlaufen (z.B. weil der Gegner danach sehr gut in die weite VH blocken kann), kann man das Spiel auch durch einen paralellen Schlag, nach dem man sich direkt etwas in die VH bewegt, in die VH Diagonale verlagern.
Wie bei Shakehand auch sind allerdings Taktikrezepte wie die obigen immer auf den Gegner anzupassen, die allgemeine Supertaktik, die man immer spielen kann, gibt es nirgends.
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