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AW: Anti + Andro Super Core Cell Off-
Hallo Genius,
mit dem Yasaka Antipower hast du eine sehr gute Wahl getroffen.
Ein sehr gute Allround Anti mit dem man richtig gut angreifen kann.
Viele merken gar nicht, dass es ein Anti ist, da man ihn von der
Schlagtechnik ähnlich spielen kann, wie einen ganz normalen NI Belag
(auch TS). Und somit werden die Bälle die zurück kommen oft grausam unterschätzt.
Zum Holz:
ich habe anfangs den Antipower auch auf einem OFF Holz gespielt. Habe aber festgestellt, dass der Störeffekt und die Sicherheit im Blockspiel nicht ganz das waren was ich mir vom Anti erhofft habe. Die Bälle springen oft zu lang, so dass der vorhandene Störeffekt meine Gegner oft zu wenig beeindruckte, da der Unterschied in der Fugbahn oft zu sehr der Flugbahn eines normalen langsamen Belags ähnelte.
So habe ich ihn dann auf mein altes Holz Donic Appelgren Senso V2 geklebt.
Das Holz ist relativ weich.
Aber nach kurzer Zeit habe ich gemerkt, dass der Unterschied im Störeffekt enorm ist.
Endlich konnte ich 1. sicherer Blocken 2. springen die Bälle deutlich kürzer und tiefer ab, was vielen brutale Probleme beim Nachziehen bereitet. Auch schnittloste Bälle sind keine Einladungen mehr für den Gegner.
Anfangs habe ich auch gedacht, da der Belag recht langsam ist, dass man deshalb ein schnelles Holz haben muss, um offensiv spielen zu können.
Aber das stimmt nur bedingt. Auch auf einem langsamen Holz kann man dies.
Mit dem Unterschied. Es ist alles eine Portion sicherer. Jeder Schlag sitzt.
Durch einen Bänderriss letzte Saison konnte ich die halbe Runde nur hinhalten und durch Laufdefizite konnte ich meine VH kaum einsetzen. Ich war also gezwungen mein Blockspiel und damit auch den Störeffekt zu verbessern.
Nur mit reinem Blockspiel kommt man nicht weit. Da mit einem schnellen Holz die Bälle kaum stören, wurde ich oft gnadenlos abgeschossen, da die VH einfach fehlte. ich wurde auf der RH betoniert. Fit konnte ich umlaufen, und dadurch Druck mit der VH machen. Aber das geht mit einem verletzten Fuss nicht.
Deshalb bin ich auf das langsamere Holz umgestiegen. Nun ist es wirklich der Belag den ich mir vorgestellt habe. In etwa nach Mitte Rückrunde nach 0:7 (Standtischtennis) war die Verletzung wieder recht gut ausgeheilt und so konnte ich mit einer Zwischenbilanz zum Ende der Runde hin mit einer für mich beachtlichen Bilanz von 7:5 vorne aufwarten (Bezirksliga Vorne) Von den 5 Niederlagen gingen 3 Spiele im 5.Satz verloren. Lag aber vor allem daran dass das läuferische Defizit immer noch da war. Und da waren immerhin die Nr.2 und 3 von den Bilanzen dabei.
die unangemehmsten Schläge sind eindeutig der Topspin mit Anti (Schlägerblatt offener als mit NI aber mit deutlich Druck nach Vorne)
und der Flip, der Ball kommt schnittlos eklig zurück
Hier noch ein paar Schlagtips:
Passivblock: Schläger senkrecht hinhalten
Konterball: Schlägwerbaltt offen mit deutlichem Druck nach Vorne, die Bälle springen kürzer als bei NI und tauchen recht tief ab (flacher Ballabsprung), können oft nur leicht gezogen werden anstatt zurückgekontert oder gezogen. Da half mir dabei meine Kurznoppentechnik
Manche Effekt TS kann man auch mit einer Schupfbewegung wegblocken (ala Schnittabwehr am Tisch) Hier ist eine deutliche Schnittumkehr / Weiterleitung zu erkennen.
Mit den Schlägen kannst du ohne Ende tüfteln, aber vergiss nicht deine VH einzusetzen. Der Anti ist nicht so gefährlich wie man denkt, ohne gute VH als Ergänzung geht es nicht. Oft nutze ich den RH Schlag mit Anti als Vorbereitungsball für die VH. Die Bälle haben oft wenig Schnitt und kommen langsamer zurück, wodurch man wirklich schon nach Vorne ziehen kann, wenn er liegt Schuss. Ab und zu würde ich an deiner Stelle auch Schnittabwehr trainieren. Das fördert das gefühl für den Belag und taugt oft als "Notball" oft ist da sehr viel Schnitt drinne.
Ich habe jetzt 4 Wochen Pause gemacht und teste demnächst Abwehrhölzer
u.a, das Chen Weixing von Joola. Ich erhoffe mir damit noch bessere Kontrolle und höheren Störeffekt. VH Desto F3 Bigslam 2.0mm um die offensivmöglichkeiten beizuhalten. Wenn die Tests nichts werden, bleibe ich beim Appelgren. Ein sehr gutes Holz in Verbindung mit Antipower, vor allem wird durch die Weichheit des Holzes der Ballkontakt mit dem sonst matten Anti spürbarer (mehr Gefühl)
wünsch dir viel Spass beim Testen, hoffe ich konnte dir mit meinen Tipps ein wenig weiterhelfen
Joe
PS: ich habe auch den Armstrong new anti auf dem Appelgren getestet, das war gar nix. Ich denke es liegt oft eben an der Spielweise und der Schlagtechnik
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