Hallo Edwin,
die Korrektheit der Entscheidung bzgl. Lübeck habe ich nicht bezweifelt. Im dts habe ich die Geschichte noch mal nachgelesen (10/97 S. 38). Der OSR hat tatsächlich nicht gemerkt, dass die Aufstellung falsch war.
Deine Auffassung mit den Zetteln ist m.E. nur theoretisch. In dem Moment, wo der OSR die Zettel mit den Doppelaufstellungen auseinanderfaltet und die Eintragungen in den Spielbericht übernimmt, haben die Mannschaftsführer doch längst Einblick genommen. So schnell kann der OSR das meistens gar nicht prüfen, ohne dass die Mannschaftsführer die Aufstellung des Gegners gesehen haben. Jedenfalls habe ich noch keinen OSR gesehen, der die Doppelaufstellung im "stillen Kämmerlein" prüft. Und spätestens nach Kenntnis der Aufstellung des Gegners kann m.M. nach die Doppelaufstellung nicht neu abgegeben werden
Jetzt stellt sich mir aber eine Frage: Was wäre denn gewesen, wenn der OSR doch gemerkt hätte, dass die Aufstellung falsch ist und hätte dem Mannschaftsführer vor Kenntnis der Doppelaufstellung des Gegners Gelegenheit gegeben, die Doppelaufstellung zu berichtigen.
Nach der WO D 1.9.3 benennt der Mannschaftsführer vor Beginn des ersten Doppelspiels und ohne Kenntnis der Doppelaufstellungen des Gegners die Doppelpaarungen. Kann man denn die Doppelpaarungen einem OSR zweimal nennen?
Die Entscheidung bzgl. Lübeck deutet doch daraufhin, dass die Doppelaufstellung generell nicht noch mal genannt werden darf. Denn ich kann mir kaum vorstellen, dass Lübeck die Punkte verloren hätte, wenn die Ursache in dem Missgeschick des OSR gelegen hätte. Dann wäre doch nur eine Wiederholung des Spieles auf Kosten des Verbandes infrage gekommen.
Ich wollte aber eigentlich keine neue Diskussion über den Uraltfall Lübeck entfachen sondern meine nur, dass die Regelung im HTTV,
wo angeblich beide Mannschaften die Punkte verlieren bzw.
der Mannschaftsführer der Mannschaft, die die Doppel nicht falsch aufgestellt hat, bestraft wird,
nicht richtig sein kann.
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