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AW: Angreifen näher am Tisch
Grundsätzlich kann man schnelles Material nur mit viel HG-Einsatz beherrschen, d.h. selbst der Unterarm agiert nur noch "unterstützend". Die HG-Flexibilität ist gegeben - man hat sie oder man hat sie nicht. Wenn sie vorhanden ist kann man das HG auf Einsatz und Schnelligkeit trainieren, wenn sie nicht vorhanden ist, sprich: man ein steifes HG hat, dann bringt auch Training nicht viel und man sollte auf langsameres Material umsteigen.
Ein weiteres Problem ist, daß man schnelles Material erst einmal als angenehm empfindet, weil man weniger selbst tun muß. Jeder Jugendspieler wird intuitiv zu schnellem Material greifen, und verbaut sich damit die Weiterentwicklung seiner Technik, da schnelles Material ein Drücken, Kontern, Schießen und Schlagen fördert / einfacher macht und Rotation hemmt / schwieriger macht. Man wird zum Drück- und Schlagspin-Spieler. Erst mit der Zeit (manchmal: nie) erkennt man, daß wenn man mehr selbst machen muß, auch besser dosieren kann und somit sicherer spielen kann und mehr Rotation spielen kann.
Meine Faustregel: Erscheint das Material auf den ersten Eindruck hin als "zu langsam", dann wird es sich auf die lange Sicht hin als "genau richtig" erweisen. Erscheint es auf den ersten Eindruck hin als "von der Geschwindigkeit genau richtig", dann wird es sich auf die lange Sicht als "zu schnell" erweisen.
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Geändert von Klaus123 (12.06.2008 um 14:32 Uhr)
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