|
Ja, aber ein Verantwortlicher ist auf die Dauer gesehen keine Lösung. In meiner Klasse erfassen alle Vereine spätestens einen Tag nach ihrem Spiel die Einzelergebnisse selbst - so muss es laufen.
Ich hab vor der Saison einfach die Vereine angesprochen und die waren begeistert von der Idee, weil sie dann auch immer die Bilanzen brandaktuell abrufen können. Außerdem ist es so viel weniger Arbeit für den Einzelnen. Jeder gibt ein Spiel komplett ein und nicht einer muss alle Spiele eingeben.
Also erfahrungsgemäß ist der Weg über die Vereine der bessere!
Und wenn das in der Bezirksliga funktioniert, dann sollte das in der zweiten Liga erst recht funktionieren.
Wir haben im Verband eine zentrale Koordinationsstelle und für jeden Kreis jeweils einen Verantwortlichen für alle Ergebnisse. Die Vereine können ihre Ergebnisse dort melden oder selbst eintragen. Die Quote selbst eingetragener Ergebnisse ist stetig ansteigend, so dass auch diese Kreisanlaufstellen bald der Vergangenheit angehören werden. Die Quote meines Kreises liegt mittlerweile so um die 90% selbst eingegebener Spiele (also nur Gesamtergebnis ist dort verbindlich).
Ich halte das vollkommen unabhängig vom Thema Ergebnisdienst für einen Schritt in die richtige Richtung: das Schema, dass man einige wenige "Deppen" sucht, um viel Arbeit zu verrichten, ist meiner Meinung nach längst überholt. Die Arbeit muss auf viele Schultern verteilt werden und ein "Verbandsfritze" ist maximal noch notwendig, um alles zu koordinieren oder helfend einzugreifen. So findet eine enorme Entlastung statt wenn statt einer Person, die 1000 Ergebnisse eingibt 1000 Personen ein Ergebnis eingeben.
Jetzt kommt mit Sicherheit wieder irgend jemand der sagt: bei uns geht das auf keinen Fall: die Vereine wollen das nicht!
Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass wenn ein flächendeckender Ergebnisdienst erst einmal richtig am Laufen ist, die Vereine derart begeistert sind, dass eine große Zahl der Ergebnisse bereits direkt nach den Spielen eingegeben wird weil jeder sehen will, was für eine Tabellenkonstellation sich ergibt bzw. wenn eine Klasse mit Einzelergebnissen verwaltet wird, wie sich die Position in diversen Toplisten verändert hat.
Und das weit verbreitete Argument, dass die untersten Klassen oder z.B. Senioren daran überhaupt kein Interesse hätten, lässt sich aus unserer Erfahrung hier mehr als widerlegen: in den meisten Fällen ist sogar das Gegenteil der Fall: in dem Bereich, für den ich zuständig bin ist die unterste Spielklasse fast immer als erstes komplett gemeldet. Gerade in tieferen Klassen ist der Ehrgeiz oft genauso groß wenn nicht noch größer als in hohen Spielklassen - und was den Ehrgeiz von Senioren angeht, so brauche ich wohl keinem etwas zu berichten, der sich schon einmal ein Seniorenspiel angeschaut hat.
Also meine Erfahrung sagt ganz klar: Lastenverteilung sorgt für sehr viel weniger Arbeit und ein aktuelleres Tabellenbild. Wenn ich alles alleine eingeben müsste, wäre ich Tage lang beschäftigt, so ist es jeder Verein einige wenige Minuten.
Ich denke, das ist die Zukunft solcher Aufgaben: Dezentralisierung mit einer zentralen Controlling-Stelle.
Eins zum Schluss noch: der STTB mag vielleicht in vielen Sachen nicht gerade zu den Spitzenverbänden im DTTB gehören, aber das Handling dieses Ergebnisdienstes, welches über 4 Jahre nun angewachsen ist, zählt für mich ganz klar zu den besten Deutschlands - vollkommen unabhängig vom Anbieter.
Ich glaube, dass das ein Modell ist, das Schule machen sollte!
Geändert von Frank Schmidt (05.11.2002 um 01:44 Uhr)
|