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Alt 05.11.2002, 14:35
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Zitat:
Original geschrieben von Felix Lingenau


Ich komme da mit Alrroundhölzern wesentlich besser klar. Die Tendenzen in der modernen Abwehr gehen eh zu tischnahmen Spiel und vielen offensiven Spinattacken zwischendurch. Dafür halte ich ein Holz wie das F2 auch deutlich geeigneter als die "klassischen" Defensivhölzer.
Ich bin zwar kein Abwehrer, finde die Aussage aber dennoch im Kern richtig.
Ich selbst spiele mit der VH Topspin und Schuß und drehe auch recht häufig, so daß ich auch mit der RH einen ganz ordentlichen Topspin hinbekomme. Ansonsten "störe" ("hacke", schneide, schiebe, schieße, blocke) ich mit meiner OX-Noppe auf der Rh und manchmal auch auf der VH.
Selbst für das tischnahe Blocken und/oder "Abstechen", bei dem man ja einen gewissen Bremseffekt braucht, empfinde ich mein Holz (vom Hersteller mit All+ eingeordnet) 1000x geeigneter als ein reines Def-Holz, mit dem mir - aus welchen Gründen auch immer - die Bälle oft viel zu lang geraten.

Im Grundsatz meine ich also auch, daß Allround-Hölzer für sämtliche Abwehr-Variationen besser geeignet sind.
Allerdings gilt das natürlich nicht für alle Allround-Hölzer. Einige eignen sich halt nicht so sehr für die Abwehr wie andere.
Und selbstverständlich spielen hier die persönlichen Vorlieben die größte Rolle. Ich z.B. kann überhaupt nichts mit Balsahölzern anfangen. Die haben mir sämtlich einen zu hohen Ballabsprung. Mag ja sein, daß ich das durch intensives Training mit dem Holz in den Griff bekommen könnte, allerdings sehe ich dazu überhaupt keine Veranlassung. Denn warum sollte ich (oder jeder andere, der mit dem Holz auf Anhieb "nicht so kann"), Wochen darauf verwenden (oder verschwenden ?!), solange mit dem neuen Holz zu spielen, bis man die alte Spielstärke mit dem alten Holz wiedererlangt hat ? Das würde ja nur dann Sinn machen, wenn man davon ausgehen könnte, daß einem das neue Holz einen nochmaligen Schub nach vorne gegben würde, so daß man noch deutlich besser wird als mit dem alten Holz.
Gerade das vermag ich mit dem F2-Holz jedoch nicht zu erkennen. Ich halte meine Spielweise (im Rahmen meiner Möglichkeiten) für recht erfolgreich und sehe nicht, daß ich allein mit der holzbedingten Umstellung einiger Schläge erfolgreicher und/oder besser spielen werde.
Ich denke einfach, daß nach jahrelanger Gewöhnung an ein Holz und damit verbundener Technik eine Umstellung auf ein völlig anderes Holz (und Absprungverhalten) keinen Sinn für mich macht. Viel eher wären wahrscheinlich Verbesserung der Beinarbeit + Konzentration dem Erfolg meiner Spielweise zuträglich. Aber dafür bin ich zu faul....

Außerdem finde ich mein jetziges Holz einfach klasse :-). Da müßte schon ein Holz "des Weges" kommen, mit dem ich auf Anhieb 2 Klassen höher spielen könnte, damit ich bedenkenlos wechseln würde.
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Multipler Kreismeister, Ranglistensieger, Rechtsgelehrter und Universalgenie sowie mehrfacher Nobelpreisablehner
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