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Ich bin kein Asiate und habe mir die Schlägerhaltung selbst beigebracht. Ich habe erst mit 36 Jahren mit Tischtennis angefangen und einige Jahre nur mit einer alten Herrentruppe gemütlich Doppel gespielt. Zu dieser Zeit spielte ich Shakehand. Dann sollte ich wegen Ausfall einiger Spieler plötzlich in der Mannschaft mitspielen und habe in den ersten Jahren alles verloren (daran hat sich bis heute leider nicht alzuviel geändert). Da wir keinen Trainer hatten, habe ich mir das Buch Tischtennis von Hudetz (1984 erschienen, mit Samsonov als Tischtennis 2000 neu aufgelegt) gekauft. Darin wurde auch die Penholder-Haltung beschrieben und es gab Bilder mit Zoran Kalinik. Ich habe das dann ausprobiert und es hat mir besser als die normale Haltung gefallen, eventuell auch deswegen weil die Bogenhaltung beim Kontrabaßspiel ähnlich ist (mein anderes Hobby, auch hier gibt es den Unterschied zwischen Shakehand = französischer Griffweise wie bei Violine/Violoncello und Penholder = deutsche Griffweise aus der Gambentradition kommend). Später habe ich mir dann noch das Buch Tischtennis von Ogimura (zu erhalten bei Joola) gekauft, das hauptsächlich die Penholderhaltung beschreibt. Inzwischen probiere ich auch häufiger die Rückhand-Topspins mit der Schläger-Rückseite, die hauptsächlich von den Chinesen Liu Guoliang, Ma Lin und Wang Hao gespielt werden.
Die Schlägerhaltung beeinflußt die Spielstärke nach einer Eingewöhnungszeit nicht sehr (mein Hauptproblem ist das Erkennen von Drall-Variationen), es gibt halt Schläge, die mit der einen oder anderen Haltung besser gehen. Für meine Spielweise, hauptsächlich Block, Schupf und Schmetterspiel relativ dicht an der Platte mit gelegentlichen Topspins, eignet sich der Penholdergriff mindestens ebenso gut wie der Shakehandgriff.
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