Zitat:
Zitat von Quizard
 Du müsstest doch alt genug sein, um dich an die Situation vor ca. 14 Jahren zu erinnern, als schon mal für ein halbes Jahr Klebeverbot war. Und damals habe ich mit einem normalen ungeklebten Tibhar Speedy Spin gespielt. Das ging nach einer kurzen Umgewöhnugszeit auch ohne Probleme. Leider gab es damals viele, die sich nicht an die Regel gehalten haben und so wurde sie wieder abgeschafft.
Wenn sich alle an die Regeln halten, hat keiner Nachteile. Jeder wird ungefähr so erfolgreich spielen wie vorher auch. Man sollte einfach richtige Strafen (eine temporäre Sperre) einführen, wenn jemand illegal klebt, boostet oder tuned.
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Asche auf mein Haupt!
Leider reagiere ich allergisch auf Leute, die das Schild der Fairneß so vor sich hertragen
wie du es tust.
Mich überrascht die grenzenlose Naivität in deiner Haltung.
Auch du müsstest alt genug sein um gewisse Mechanismen in menschlichem Verhalten zu kennen.
Ich möchte gar nicht näher darauf eingehen sondern nur auf das Doping-Thema in nahezu allen
Bereichen des Sports verweisen. Die ganze Problematik menschlichen Verhaltens ist daran seit Jahrzehnten
hinlänglich bekannt, in allen Facetten diskutiert und perfekt studierbar.
Wie auch beim Doping ist auch bei Kleben die Gesundheitsgefährdung die Basis des Verbots.
Durch die Möglichkeit des nicht nachzuweisenden Tunens ist das
ganze Gebäude in sich zusammengestürzt. Dummerweise sind die Tuner auch noch "gesünder".
D.h. auch der Boden auf dem das Gebäude einst stand ist gewaltig ins Wanken geraten.
Meiner bescheidenen Meinung sollte sich die ITTF jetzt nicht übernehmen und besonnen
reagieren. D.h. überlegen was kurzfristig bzw. langfristig sinnvoll und umsetzbar ist.
Was ich damit meine ist:
Kurzfristig:
Tunerverbot aufheben, d.h. zurückkehren auf das urprüngliche Verbot der VOC-Kleber.
Wer dennoch meint er braucht VOC-Kleber oder gar den Kracher Vulcan Cement riskiert halt den
Test bzw. in unteren Klassen "nur" seine Gesundheit.
Die lächerlichen Strafen selbstverständlich verschärfen.
Langfristig:
Da auch bzgl. Tunen gesundheitliche Bedenken bestehen gilt es diese genauer zu erfassen um damit Grenzwerte
Zu definieren und entsprechende Prüfmethoden zu entwickeln.
Dabei sollte es unerheblich sein, ob dies durch nachträgliche Veränderung durch den Spieler oder
durch die Belaghersteller geschieht.
In der Hexenküche der Kunststoff/Elastomertechnik werden nämlich reichlich Stoffe auf Paraffin bzw. Ölbasis eingesetzt.
Desweiteren werden Weichmacher eingesetzt, die (nicht alle) als krebserregend gelten.
Dies sind sogenannte Kontaktgifte, die über die Haut aufgenommen werden.
Dies ist alles nicht neu.
Es gibt Normen, z.B. für Kinderspielzeug aus Kunststoff und entsprechende Prüfmethoden.
Wäre mal interessant ein paar Vertreter der verschiedenen Belagstechnologien mit diesen Methoden
Zu prüfen. Ich befürchte, da würden einige ganz große Augen machen.
Wenn ein normaler Klassiker Blasen bekommt/quillt (und das tut er!!!) wenn man ihn auf einen ESN-Belag (auch beim
Tenergy geht das) legt, bekomme ich jedenfalls ein flaues Gefühl bei der Vorstellung,
daß Kinderhände stundenlang -und das regelmäßig über Jahre- solch ein Teil in der Hand halten.
Auch ich bin für Verbesserungen im Sinne eines sauberen Sports!
Diese Motivation sehe ich weder bei der ITTF, noch bei der Belagsindustrie, da wird nur ein
Heiligenschein für andere Interessen mißbraucht.
Bernardus