Zitat:
Zitat von RedStar
Ich habe von diesem Aufschlag gehört und wollte es gleich mal testen im Training. Ergebnis: FRUST ;-)
Ich kann zwar eine Wischbewegung hoch-runter kurz vorm Balltreffpunkt machen, aber ich müsste doch auch noch die ganze Schlägerneigung ändern in dieser Millisekunde um vernünftige Unter- Oberschnittaufschläge hinzubekommen?! Ist das überhaupt möglich?
Ich vermute mitlerweilen fast, dass man bei diesen 2-Phasen-Aufschlägen nur den Seitschnitt variieren kann, aber nicht Unter- Oberschnitt.
Was denkt ihr?
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Also, ich könnte Dir noch eine (meiner Meinung nach recht einfach zu lernende - wenn man's live gezeigt bekommt) Variante anbieten, um einen fintierten Aufschlag mit Unterschnitt, leer oder Überschnitt zu spielen - diese ist aber etwas schwierig zu erklären. Ich versuchs trotzdem mal:
Also, ich stelle mich in die RH, um den typischen VH-Aufschlag anzudeuten.
Bei der Aufschlagbewegung läuft mein Schläger in einer eher flach angesetzten "V"-Bewegung (also von oben nach unten und wieder nach oben) und gleichzeitig von hinten nach vorne in Richtung Platte und sogar über den Tisch.
Wichtig dabei ich folgender Trick. Solange der Schläger von "hinten oben" nach "unten" geführt wird, bleibt das Schlägerblatt extrem geöffnet, um einen möglichst starken Unterschnitt spielen zu können.
Jetzt kommt eine sehr kurzzeitige Trefferphase. Was ich hier tue, lasse ich erstmal offen (das kommt später).
Wichtig ist nun weiterhin, dass die Bewegung fließend weitergeführt wird, und zwar so, dass in der Ausschwungphase (die ja in Richtung Tisch geht und über dem Tisch endet) das Schlägerblatt extrem geschlossen wird, wie bei einem Topspin.
Der Kniff bei der Sache ist nun einfach der Balltreffpunkt. Entweder...
- ...treffe ich den Ball an der Stelle, wo das Schlägerblatt gerade eben noch extrem geöffnet ist und erzeuge so starken Unterschnitt
- ...treffe den Ball genau in der Phase, wo das Schlägerblatt sich an der tiefsten Stelle befindet (sozusagen am Boden des V's - zu diesem Zeitpunkt ist das Schlägerblatt neutral eingestellt,was einen leeren Ball erzeugt)
- ...treffe ich den ball in der Ausschwungphase, wo sich das Schlägerblatt in einer Topspinbewegung befindet
Da die Bewegung fließend ist, bleibt dem Gegner nur ein sehr geringes Zeitfenster, um den genauen Balltreffpunkt zu erkennen und somit den Spin zu lesen.
Zusätzlich lässt sich der Spin auch noch jeweils variieren: Ich kann beim Unterschnitt das Handgelenk voll einsetzen um maxinamen Unterschnitt erzeugen. Ich kann jedoch auch den Unterschnittball komplett ohne Handgelenk spielen, so dass er fast leer ist. Das gleiche gilt natürlich auch für die topspinartige Ausschwungphase, wo ich (durch Handgelenkeinsatz) mit ordentlich Vorwärtsdrall (Kick-Aufschlag) oder leer und gleichzeitig langsam/kurz oder schnell/lang aufschlagen kann.
Advanced Versionen:
a) sollte man aber erst tun, wenn der Bewegungsablauf sitzt und die Bälle eine gute Qualität besitzen: Das Schlägerblatt während der Ausführung möglichst lange hinter dem Körper verstecken.
b) Die Unterschnittbewegung etwas "übertreiben", um sehr starken Schnitt zu suggerieren. Dann aber leer aufschlagen
c) Starken Unterschnitt in den Ball geben, aber die Topspinbewegung (Ausschwungphase) etwas "übertreiben"
Wenn das Prinzip verstanden ist, kann man die Bewegung übrigens auch recht schnell auf einen Seitdrall-Aufschlag übertragen. Da machts dann richtig Spass
Beste Grüße,
Jo