@Oblomow
Ich finde es aber auch nicht ganz unbedenklich, dem Oberschiedsrichter eine solche Machtposition zu geben.
Ich finde es nicht sonderlich glücklich, wenn ein Mann alleine über alles entscheiden soll.
Außerdem ist es ja nicht so, dass der Schiri das ganze Spiel über nichts macht. Das ist aus meiner Sicht wie im Fußball: je weniger man von ihm mitbekommt, um so besser war er und um so fairer ist das Spiel abgelaufen.
Da Tischtennis nun einmal ein sehr fairer Sport ist (auch wenn einige jetzt wieder gegenteiliges behaupten werden), sieht man vom Schiri in der Regel halt relativ wenig.
@Phil
Da sind wir wieder beim beliebten Thema: was sollte erlaubt werden und was nicht?
Ich gehe jetzt einfach mal von mir aus. Ich selbst habe sehr schlechte Aufschläge und ärgere mich natürlich, wenn der Gegner mit seinem Service viel mehr direkte Punkte macht als ich selbst.
Auf der anderen Seite sehe ich aber auch einen gewissen Reiz darin, gegen so jemanden mit spielerischen Mitteln dann doch gewinnen zu können.
Hört sich vielleicht blöd an, aber wenn ich gegen jemanden nur wegen der Aufschläge verliere, jedoch besser gespielt habe, kann ich das verschmerzen.
Ich denke, im Amateurbereicht wird auch vieles gar nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
Die eine oder andere Regelüberschreitung wird sich dort nie vermeiden lassen und ganz ehrlich bin ich der Meinung, dass diese Tatsache auch irgendwo dazu gehört.
Amateure und Profis sind immer noch 2 Paar Schuhe.
...und das sage ich, der bei einem Verein spielt, der seit Jahren versucht, beides gleichberechtigt aufzuziehen (und es auch ganz gut hinbekommt).
Ein gewisser Ermessensspielraum muss einfach dabei sein!
------------------
Sport sollte letztlich dazu beitragen, dass wir gesünder sterben und nicht kranker leben.
(Berthold Brecht)
http://www.svfraulautern.de