Langweilig?
Also das mit den langweiligen Ballwechseln in den 50er Jahren bzw. vor dem Frischkleben kann ich so nicht stehen lassen. Die fünfziger Jahre waren geprägt durch die Japaner, die als erste die Topspintechnik eingeführt haben. Die fünfziger Jahre waren die wildesten Jahre, was Einführung und Testen von neuen Belägen betraf, so dass die heute gültige Regelung Ende der 50er Jahre eingeführt wurde (4mm max. Belagdicke). So spielte z. B. der Schwede Flisberg bei der WM1954 mit 15mm dicken Belägen pro Seite (er holte Silber). Einer der ganz großen Spieler war Ogimura, der später als Trainer in Schweden den Grundstein für die späteren Erfolge legte.
Die langweilige Zeit im TT, falls es so eine überhaupt gab, war in den zwanziger Jahren, mit dem Ergebnis, dass man 1936 das TT-Netz um 1,5 cm niedriger machte, auf die heutige Höhe von 15,25 cm. Die Spieler der 30er Jahre galten als Ballartisten, die auch im Zirkus hätten auftreten können. Die Popularität und Attraktivität war damals sicherlich nicht niedriger, sondern eher höher anzusiedeln.
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Freddie,
mit Skol und einem Cheerio
macht Tischtennis mein Leben froh.
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