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Alt 21.07.2008, 12:03
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P_ö_B_e_L P_ö_B_e_L ist offline
Was soll denn das?
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AW: Presse über Südmünsterland

Neue Regeln lassen Tischtennisspieler stöhnen

Nur noch sechs Wochen sind es bis zum ersten Spieltag und ein Großteil der Lüner Tischtennisspieler steht nach der Sommerpause bereits wieder am Tisch. Vor ihnen liegt jedoch eine Vorbereitung, die dank neuer Reformen der International Table Tennis Federation (ITTF) mit vielen Stolperfallen gespickt sein wird. Nicht nur, dass Beläge mit glatten, langen Noppen nicht mehr gespielt werden dürfen und dadurch die gefürchteten Störspieler von der Bildfläche verschwinden könnten. Die Regeländerungen untersagen den Akteuren nun auch noch das Frischkleben, weil die flüchtigen Lösungsmittel der Kleber angeblich die Gesundheit schädigen. Abhilfe sollen neu entwickelte Tensor-Beläge bringen, in die der Frischklebeeffekt bereits eingebaut ist. Nach größeren Bällen und kürzeren Sätzen sind dies zwei weitere gravierende Änderungen im Regelwerk, an die sich die Spieler gezwungenermaßen gewöhnen müssen. Betrifft das Noppenverbot jedoch nur einzelne, ist die Quote beim Frischkleben mit geschätzten 50 Prozent wesentlich höher. Die Konsequenzen sind klar: Die Spiele werden in Zukunft wohl weniger auf Geschwindigkeit und Rotation als auf lange Ballwechsel und Kontrolle ausgelegt sein. Auch in Lünen sorgen die Neuerungen für Frust, denn ausnahmslos jede Mannschaft ist davon betroffen. Einzig ein Trostpflaster bleibt: Auch die Gegner werden mit den Umstellungen zu kämpfen haben, sodass es nicht zu chaotischen Leistungsverschiebungen kommen dürfte.

Gahmen von Verlusten gebeutelt

- nach vielen Abgängen steht eine harte Saison vor der Tür -


Härter als alle anderen hat es den TTC Gahmen während der Spielpause erwischt, die fetten Jahre scheinen erst einmal vorbei zu sein. Denn gleich sechs Spieler verließen den Verein nach Saisonende. Nach dem Noppenverbot haben Marcus Seck und Sebastian Ortlepp die Schläger an den Nagel gehängt. So kratzte der Verein die Reste aus den ersten drei Mannschaften zusammen und wird in der anstehenden Saison kleinere Brötchen backen müssen. Das Abschneiden in der Verbandsliga ist dabei noch nicht konkret abzusehen, denn hinter der halben Mannschaft stehen noch Fragezeichen. Während sich alle an das Frischklebeverbot gewöhnen, trifft es Kapitän Frank Malmwieck gleich doppelt. Nach den ersten Trainingseinheiten ist bereits abzusehen, dass der Spitzenspieler mit einer anderen Noppe bisher nicht annähernd an sein altes Leistungsniveau herankommt. Die Umstellung auf die neuen Tensor-Beläge ist dabei das kleinere Übel. Trotzdem besteht noch Hoffnung. Denn bisher steht seine Lieblingsnoppe noch auf der Liste der erlaubten Beläge, die von der ITTF herausgegeben wurde.
Neu im Team ist Thorsten Müller, der die Lücke von Marc Breiter schließt. Müller, der in der Bezirksliga an Brett 4 eine ausgeglichene Bilanz erspielte, steht damit vor einer spielerischen Herausforderung in der Verbandsliga. Aufgrund seiner kompromisslosen Spielweise hoffen die Gahmener aber, dass er sich schnell an das höhere Niveau gewöhnen kann. Gleiches kommt auf Reiner Schenk zu, der in der Mitte aufgestellt wurde. Die übrigen Spieler, die die Konstanten beim Kampf um einen Mittelfeldplatz sein sollen, sind Henning Nicolas, Christian Schroer und Ralf Wieklinski. Von ihnen dürfen ausgeglichene bis positive Bilanzen erwartet werden.
Für die zweite Mannschaft sehen die Prognosen etwas schlechter aus. Mit Timo Reineke und Sven Berger verlor man das beste Paarkreuz der Bezirksliga. Die dritte Mannschaft musste wegen Personalmangel abgemeldet werden. So finden sich Thomas Plischka, Martin Wertessen, Thomas Eickhof und Sebastian Dormann nun eine Liga höher wieder. Von der letztjährigen Zweiten sind nur noch Jens Galle und Andreas Schroer übrig. Somit scheint klar, dass der TTC gegen den Abstieg kämpfen wird. Jeder hat in seinem Paarkreuz einen schweren Stand, doch das Glück spielt den Gahmenern in die Hände. So füllte der Ligakonkurrent TTC MJK Herten II sein Team mit Spielern auf, die im Vorjahr selbst den Abstieg aus der 1. Kreisklasse nicht verhindern konnten. Und auch die DJK Westfalia Senden ist vom Papier her ähnlich schwach einzuschätzen. Mindestens diese beiden Gegner will Gahmen hinter sich lassen, um Bezirksligist zu bleiben.

Brambauer und Wethmar wollen Abstiegsängste vermeiden

Nach zwei Seuchenjahren mit finalem Zittern um den Klassenerhalt hat sich die DJK SuS Brambauer das Saisonziel nun etwas höher gesteckt. Vorbei sollen die Zeiten von ersatzgeschwächten Aufstellungen, unvollständigem Antreten und Klatschen gegen niveauärmere Gegner sein. In der Landesliga Gruppe 4 findet die Mannschaft die Voraussetzungen für eine konstante Serie. Die Tabelle lässt auf eine schwächere Gruppe als im Vorjahr schließen, wo der Klassenerhalt erst am letzten Spieltag gesichert werden konnte. Mit vielen Gegnern ist man auf Augenhöhe, bei ordentlicher Form sogar weit darüber. Denn auch jetzt gilt wieder: Spielt Brambauer komplett, kann jede Mannschaft geschlagen werden.
Personell hat sich bei der DJK wenig getan. Spitzenspieler Hendrik Mühlenbeck ist entgegen mancher Gerüchte geblieben. Achim Prellwitz, der einzige Noppenspieler im Team, soll an Brett 2 für Überraschungen sorgen. Der Rest des Teams ist in den jeweiligen Paarkreuzen gut aufgehoben und soll dort mithelfen, einen Mittelfeldplatz zu erreichen.
Gleiches will der TTC Lünen-Wethmar schaffen. Nach der tollen Rückserie hat sich am Stamm der Mannschaft nicht viel getan. Nur Siegbert Poschmann und Georg Ehrenbrusthoff tauschten die Positionen. Neu dagegen ist die Einteilung in die Gruppe 3, in der TuRa Bergkamen als großer Meisterschaftsfavorit gehandelt wird. Insgesamt scheint die Gruppe in diesem Jahr leicht stärker geworden zu sein. Nach den Favoriten könnte sich ein breites Mittelfeld bilden, was den Wethmarern gute Erinnerungen ins Gedächtnis ruft. Denn durch eine dicht gedrängte Tabelle spielten sich die Lüner am Anfang des Jahres weit nach oben und belegten am Ende einen grandiosen sechsten Platz. Diesen wollen sie nun erneut erreichen, im besten Falle sogar noch verbessern. Das Abstiegsgespenst, das lange Zeit in der Halle des TTC geisterte, will man im zweiten Jahr in der Bezirksklasse gar nicht erst aus dem Versteck locken.


Preußens Erste will zurück in die Landesliga

- der Absteiger ist in der Pflicht, Neulinge wollen die Klassen halten -


Beim Blick auf das vergangene Jahr kann das der TTV Preußen 47 Lünen stolz auf sich sein. Fünf Teams schafften den Sprung in die nächsthöhere Liga, darunter die zweite und dritte Mannschaft. Zudem konnte man bis zum Ablauf der Wechselfrist zehn Neuzugänge begrüßen, was für das gute Vereinsklima spricht. Einziger Wehrmutstropfen war der Abstieg der ersten Mannschaft aus der Landesliga. Doch diese Schmach soll nun ausgewetzt werden, zudem wollen die Aufsteiger die guten Leistungen bestätigen und die Ligen halten.
Den direkten Wiederaufstieg ist die erste Mannschaft dem Verein schuldig und in einer durchschnittlich besetzten Liga ist er absolut möglich. Eine Mannschaft mit Ralf Markowski als Spitzenspieler, Michael Kimmlinghoff und Christoph Eppich in der Mitte und Carsten Limberg an Brett 5 dürfte eigentlich gar nicht Bezirksligist genannt werden. Nach dem Abstieg spielt man nun am ersten Spieltag gegen die eigene „Reserve“, die die Bezirksklasse souverän als Meister verließ. Schon jetzt tauschen beide nett gemeinte Sticheleien beim Training aus. Bei beiden gab es personell nur wenige Veränderungen. Im Austausch für Andreas Wüst kehrt Steffen Püschel in die Zweite zurück. Die Mischung beider Teams wurde absichtlich unterlassen: „Wir waren uns vereinsintern einig, dass die Mannschaften mit Ausnahme der kleinen Änderung so weiterspielen sollen“, erklärt Markus Stiebler, Kapitän der zweiten Mannschaft. Für sein Team gehe es um den Klassenerhalt. Der Antrag einer taktischen Aufstellung mit Stiebler im oberen Paarkreuz sowie Rolf Korn und Helge Kneisel an den unteren Brettern wurde abgewiesen. „Das macht die Sache nicht leichter, aber trotzdem können wir uns gegen genügend Gegner punkten“, ist der Mannschaftsführer zuversichtlich.
Einige Wochen nach Saisonende rundete die dritte Mannschaft das tolle Jahr des TTV ab. Nach einem klaren 8:0 Sieg in der Relegation ist der Verein nun dreimal auf der Bezirksebene vertreten. Auch hier heißt es, den Abstieg zu vermeiden. Dies ist durch die Neuzugänge durchaus realistisch. Uli Erdelbruch als neue Nummer 1 und Dennis Lindgens in der Mitte haben das Potential zu Punktelieferanten. Zudem gehört das untere Paarkreuz mit Carsten Pokar und Wolfgang Heise mit Sicherheit zu den besseren der Liga. Auf dem Weg zu einem weiteren erfolgreichen Jahr steht den Preußen also nichts im Weg.

Die Aufstellungen:


TTC Gahmen (Vebandsliga 2):
Frank Malmwieck, Henning Nicolas, Christian Schroer, Reiner Schenk, Ralf Wieklinski, Thorsten Müller

TTC Gahmen II (Bezirksliga 2):
Jens Galle, Thomas Plischka, Martin Wertessen, Andreas Schroer, Thomas Eickhof, Sebastian Dormann

TTV Preußen 47 Lünen (Bezirksliga 2):
Ralf Markowski, Christian Runte, Michael Kimmlinghoff, Christoph Eppich, Carsten Limberg, Andreas Wüst

TTV Preußen 47 Lünen II (Bezirksliga 2):
Steffen Püschel, Holger von der Krone, Rolf Korn, Helge Kneisel, Thorsten Pähler, Markus Stiebler, Dennis Schönfelder

TTV Preußen 47 Lünen III (Bezirksklasse 2):
Uli Erdelbruch, Harald Schmidt, Jörn Pechr, Dennis Lindgens, Carsten Pokar, Wolfgang Heise, Rolf Schindelar, Frank Bartsch

DJK SuS Brambauer (Landesliga 4):
Hendrik Mühlenbeck, Achim Prellwitz, Andreas Backhaus, Pierre Verbnik, Martin Reek, Thomas Reek

TTC Lünen-Wethmar (Bezirksklasse 3):
Sascha Küwen, Dominik Homann, Volker Döring, Siegbert Poschmann, Georg Ehrenbrusthoff, Marc Homann


Quelle: Ruhr Nachrichten
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Hier gehts zum Tippspiel der Landesliga 4: http://tippspiel.tt-news.de/index.ph...ID=4&div_id=56
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