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AW: Systematisch LN trainieren
Meine Antwort passt hier wahrscheinlich nicht wirklich 'rein, denn Du willst ja wissen, wie man "systematisch" an die Sache rangeht. Aber vielleicht hilft's Dir ja trotzdem etwas.
Ich habe vor etwas 8 Jahren auf LN gewechselt und spiele damit klassische Abwehr (kann Dir also nix zu Stoerblocks und und anderem un-aesthetischen Kram sagen). Von diesem ganzen Systemtrainingsbloedsinn, halte ich offen gestanden wenig bis gar nix. Moeglichst viele Matches spielen mit vielen unterschiedlichen Gegnern aller Spielsysteme. Das bringt Dich ueber kurz oder lang weiter. Monotone Uebungen sind schrecklich langweilig und waren in meinem Falle gaenzlich unnuetz. Als ich mit diesem Bloedsinn aufgehoert habe, gings schlagartig besser. Ich habe dann Stueck fuer Stueck an der Technik gefeilt, mir von anderen Spielern gewisse Schlaege abgeguckt (z. B. den Seitunterschnitt nahe am Tisch als Vorbereitung, um selbst wieder in den Angriff ueber zu gehen), neue Variationen in mein Spiel eingebaut (z. B. vermehrt Schlaeger drehen und mit der RH entweder langsam parallel eroeffnen, oder auf zu hoch geratenen Baelle mit Topspin durchzurohren) und andere Dinge, wie z. B. die VH-Abwehr, ganz aus dem Repertoire gestrichen.
Um Sicherheit in die Abwehr mit LN zu bekommen, sind m. E. zwei Dinge von signifikanter Bedeutung und stehen darueberhinaus in unmittelbarem Zusammenhang:
a) der kompromisslose Wille, jeden scheiss-verdammten Ball, und sei es noch so aussichtlos, noch irgendwie rueberzuhacken
b) ein gutes Fahrgestell, sprich, deine Beine, respektive die "Beinarbeit"
Die zwei einfachen Dinge rufe ich mir immer wieder in's Gedaechtnis. Also, Hintern runter, Ausgangspostiton (Schlaeger in neutraler Haltung), die Abwehrschlaege konsequent bis zu Ende ausfuehren und selbst wenn der Ball nicht optimal rueberkommt und der Gegner draufbolzt, einfach schnell ein paar Schritte weiter zurueck, noch weiter runter in die Knie und das Ding zurueckhacken.
Man laesst sich allzu oft von vielen Dingen beinflussen. Natuerlich kommen jetzt gleich wieder die leistungsorientierten Trainer und erzaehlen 'was von Methodik usw.. Und sie haben ja auch alle Recht. Allerdings behaupte ich, dass meine Variante (Matches-Matches-Matches) zumindest auf unserem Gunkel-Niveau, mindestens gleichermassen erfolgreich, wenn nicht sogar besser ist.
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