Hoi zäme
Das Thema ist nach wie vor sehr interessant, vor allem weil seit dem FK- und Tuningverbot Holzeigenschaften vermehrt in den Vordergrund rücken. In einem andern Thread hatten wir eine sehr fruchtbare mit JanMove, unserem Physiker vom Dienst
Angeregt von der Diskussion hier ein wichtiger Input zu Thema. Dabei hab ich die "Kopflastigkeit" zweier Hölzer verglichen. JanMove kam zum Schluss, dass Kopflastigkeit nicht alleine auf die Geometrie beschränkt werden darf, sonder das Produkt von Hebel und Schlägergewicht ist. Hier nun mein Vergleich zweier Abwehrhölzer:
Holz: JOO Se Hyuk
Masse Schlägerkopf: 5.9 x 165 x 156
Grifflänge: 101 mm
Gesamtlänge: 266
Gewicht: 99 Gramm
Schwerpunkt ab Griffende: 139
Kopflastigkeit (geometrisch): 4.511%
Drehmomentanteil (Gewicht x Hebellänge): 0.139 m x 0.099 kg = 0.0137
Holz: CHEN Weixing
Masse Schlägerkopf: 5.9 x 165 x 161 (Holz ist 0.5 cm breiter wie das JOO)
Grifflänge: 104
Gesamtlänge: 269 (Griff ist 3 mm länger wie beim JOO)
Gewicht: 91 Gramm
Schwerpunkt ab Griffende: 143
Kopflastigkeit (geometrisch): 6.319%
Drehmomentanteil: (Gewicht x Hebellänge): 0.143 m x 0.091 kg = 0.0130
Vergleicht man nun die beiden Drehmomentanteile beträgt die Differenz 0.0007 was einem Anteil von 5.38 % mehr Drehmoment beim JOO-Holz ausmacht. Trotz der grösseren Kopflastigkeit des CHEN-Holzes hat das JOO-HOLZ wegen des grösseren Gewichts 5.38 % mehr Drehmoment.
Schön, dass wir durch die grosse Unterstützung durch JanMove endlich mit Sicherheit sagen können, dass die "geometrische" Kopflastigkeit selbst noch keinen Aufschluss über das Drehmoment eines Schlägers gibt. Wir müssten in Zukunft mehr vom Drehmoment sprechen, wenn wir verschiedene Schläger vergleichen möchten. Es ist besser mit dem Begriff "Kopflastigkeit" das Drehmoment eines Holzes bzw. eines Schlägers zu beschreiben als nur dessen geometrische Lastigkeit.
Cheers, Martin