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Alt 26.07.2008, 22:23
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AW: Materialfrage 8: Kopf- Mittel- oder Grifflastigkeit?

Hey RH

Zitat:
Zitat von Rana-Hunter Beitrag anzeigen
Klar beschleunigen die stark auf der Vh, is ja Sinn der Sache !
Ahja !
Mal was von Massenträgheit gehört ?
Je schwerer der Schläger, desto schwerer kann man ihn Beschleunigen !
911 is ja auch schneller als ein AMG , eben leichter.
Du würfelst alles drucheinander, hat man ja im anderen thread zur Kopflastigkeit gesehen. Was du meinst is wohl der Impuls der auf den Ball übertragen wird, da is theoretisch ne höhere Schlägermasse besser bei gleicher Geschwindigkeit beim Balltreffpunkt, aber die muss ja auch wiederum erstmal beschleunigt werden um Produkt aus Masse und Geschindigkeit grösser werden zu lassen.
Japanische Penholder haben keine Beläge auf der RH, nur manchmal ne dünne Korkschicht als Fingerauflage. Ich empfehle Lektür vom DTTB2000 um die Schlägerhaltung mal anzusehn.
Chinesisch klassisch hat auch keinen Belag auf der RH, nur farbig gemacht wegen der Zweifarbenregelung.
Als Beispiel mal Yinhe T-2 , als Penholder unter 80g, wegen des kürzeren Griffes, als Shakehand meist um die 85g. Und dann mit nur einem Belag belegt deutlich leichter als die Shakehandversion.
Es ist augenscheinlich, dass Pros mit Shakehandhaltung ein Schlägergewicht zwischen 180 und 190 bevorzugen. Die Top-Chinesen mit CPEN-Schläger (Ma Lin und Wang Hao) haben beidseitig auch NI-Beläge, wobei das Schlägergewicht nicht viel weniger sein dürfte wie bei Shakehand-Spielern.
Leute mit JPEN-Schläger wie Ruy Seung Min spielen nach deiner Meinung mit deutlich leichteren Schlägern und trotzdem gehört RYU zur Weltspitze. Worin liegt deiner Meinung nach der spielerische Unterschied zwischen leichten und schweren Schlägern?

Offenbar haben die Shakehand-Spieler kein grosses Problem, die grössere Masse zu beschleunigen. Braucht es mehr Zeit und damit mehr Distanz zum Tisch mit schwereren Schlägern?

Meine bescheidene Erfahrung sagt mir, dass ich mit schwereren Schlägern kontrollierter spielen kann. Je leichter das Teil wird, umso schneller schleichen sich "Fehler" ein. Sind leichte Schläger für ein risikoreicheres Spiel ausgelegt?

Wenn ich mir Wang Liqin vorstelle, der doch eher tischnahe agiert, kann ich mir nicht vorstellen, dass deine Idee von der "Massenträgheit" eine Wang Liqin "stört". Der spielt einen fett geklebten H3 auf der VH und einen fett gekelbten HP@ auf der RH und das Ganze auf einem eher schweren Holz.

Gute möglich, dass Ryu sein Punkte nicht mit einem unwiderstehlichen Tempo macht, sondern mit seinen schnellen Reaktionen und guten Platzierungen. Ich glaube nicht, dass man an Physik vorbei kommt und einfach behaupten kann, dass die "Kopflastigkeit" keinen nennenswerten Einfluss hat.

Was man sich jedoch fragen kann ist, wie hoch der Einfluss des Tempos auf den Punktgewinn hat. Schlägt einer weniger hart, kann er immer noch mit schnellem Spiel die Punkte gewinnen und braucht nicht den ultimativen Endschlag. Das sind berechtigte Argumente.

Cheers, Martin
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