Zitat:
Zitat von Plattentennis-Trainer
@klugscheisser:Ich denke nächste Woche.
Ich denke, was viele davon abschreckt, die Kinder ausprobieren zu lassen ist, dass es wesentlich länger dauert, bis sie die Technik draufhaben bzw. man Fortschritte sieht. Wenn ich einfach vorgebe: So siehts aus, dann geht das erstmal schneller.
Allerdings hat das erste Verfahren drei Vorteile: Das erlernte ist "besser" erlernt und wird nicht so schnell wieder vergessen. Und die Kinder sammeln gleich Unmengen von Bewegungserfahrungen mehr. Außerdem müssen sie nachdenken, was sie tun und was so passiert mit dem Ball (z.B. US).
Was macht ihr mit nem Spieler, der schon jede Technik kann und auch schon ne Technik mit festgefahrenen Mustern spielt.
Wie korrigiert ihr?
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Ich seh das ganze eher informatisch. Maximaler Informationsgehalt bei möglichst wenig Datenfluss. Und dabei sollten die Daten möglichst korreliert und eindeutig sein.
Und da komme ich dann beim differentiellen Lernen in einen Konflikt. Hier werden viel mehr Daten (=Erfahrungen) gesammelt und das Gehirn muss mit dieser zusätzlichen Datenmenge zurecht kommen und die Gefahr einer Fehlinterpretation steigt.
Wenn ein Spieler schon eine festgefahrene Technik hat mit einem Fehlerbild, was schon stark eingeschliffen ist, dann würde ich es auf dem klassischen Weg versuchen:
verbale, visuelle und taktile Veranschaulichung (also alle Kommunikationswege nutzen)
Schattentraining, bis es passt (kann dann auch schon mal mehrere Minuten dauern)
Dann Techniktraining am Balleimer mit vielen Hilfsmitteln, evtl. sogar am Anfang Blockaden nutzen, dann aber immer mehr mit Hilfsmitteln arbeiten, welche als Ziel dienen.