Zitat:
Zitat von Felix Lingenau
...Dies gilt neben dem Techniktraining auch für Schnelligkeitsübungen, sofern die intralmuskuläre und räumlich-zeitliche Koordination angesprochen werden soll...
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Schnelligkeit wird von einigen modernen Sportwissenschaftlern bereits eher zu den koordinativen Fähigkeiten gerechnet als zu den konditionellen.
Aber die intra muskuläre Koordination dürfte für bilaterales Training unwichtig sein. Hier geht es nur um die möglichst vollständige Aktivierung der Muskelfasern. Im Prinzip geht es also um Maximalkraft.
Du meinst vielleicht eher die inter muskuläre Koordination (also das Zusammenspiel Agonist und Antagonist), das passt zu koordinativen Fähigkeiten wie beispielsweise der Kopplungsfähigkeit (bei Schnelligkeit und Antagonist vielleicht besser Entkopplung ^^). Für jede Schnelligkeitsleistung ist es eben auch wichtig, dass der Gegenmuskel völlig entspannt bleibt. Das ist in der Praxis aber oft nicht der Fall.
Hier könnte ich mir also vorstellen, dass bilaterales Schnelligkeitstraining (beispielsweise Armzugsschnelligkeit bei Topspin) Sinn macht.
Allerdings muss für dieses Schnelligkeitstraining die Technik auch einigermassen entwickelt sein. Wenn man das also sinnvoll einsetzen will, müsste man den Spieler bereits im Anfängerbereich bilateral trainiert haben. Sonst scheitert eine Schnelligkeitsleistung der anderen Hand an der technischen Komplexität.