Eigentlich wollte ich ja im "Feindesland" nicht posten, aber vielleicht drückt lousy ja ein Auge zu wenn ich meine frommen Wünsche von neulich widerrufe.
Wir haben alle keine Erfahrung mit "reiner" Demokratie, oder besteht hier jemand darauf, daß wir hier in einer Demokratie leben. Wann hattet Ihr das letzte Mal Einfluß auf eine politische Entscheidung ? Die Hürden für den Voksentscheid sind zu hoch, als das man die Massen mobilisieren könnte, die Aussage "das wird ja eh nix" dominiert, wie die Vergangenheit bewiesen hat, lassen sich die Lobbys und Ihre Marionetten nicht ins Handwerk pfuschen. Solange sich das nicht ändert (siehe Schweiz oder auch andere Länder [Irlands NO]) spreche ich im Falle Deutschlands nicht von einer Demokratie. Alle 4 Jahre die Volksvertreter zu wählen zu können ist für mich nur minimaldemokratisch. Die "echten" Entscheidungen werden im Kreis der Lobbyisten getroffen und durch Ihre "Sprachrohre = Politiker" verkündet. Den Politiker hab ich mal mit in die Gänsefüsschen gesetzt, da eine zentrale Bedeutung des Politikers hier und heute nicht mehr gegeben scheint, oder nur in den seltensten Fällen. Dies wäre Handeln nach dem Prinzip der "Verantwortungsethik". Mit Einzug der großen Koaltion hat sich dies noch deutlich verschärft, durch den Wegfall einer Opposition ist ein weiteres wichtiges demokratisches Element eliminiert, Tür und Tor für die Lobbys geöffnet. Übertrieben ausgedrückt leben wir in einer Lobbydiktatur.
Wir können noch einigermaßen froh sein, daß die Lobbys konkurrieren, sonst würden wir noch deutlicher ausgespielt. Was mit uns derzeit geschieht ist beim Fußball der "Beinschuß" (durchs Hosentürchen).