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AW: Jörg Roßkopf als Bundestrainer
@Löwenherz: Unbestritten hat Ovtcharov einige Topleute geschlagen. Ich bin ein großer Fan von ihm und behaupte, dass er in kurzer Zeit schon mehr Veränderungen im deutschen Tischtennis bewirkt hat, als ein Timo Boll. Trainingstechnisch läuft durch seine Erfolge nämlich schon einiges anders und das TT wird vielfältiger.
Dennoch sind so Sprüche riesengroßer Unsinn wie: "Die Chinesen kann man nicht besiegen!" Jeder kann besiegt werden. Und jede Mannschaft. Wenn es nicht so wäre, warum dann überhaupt an den Tisch gehen?
Dass es immer möglich ist, haben die Schweden 2000 eindrucksvoll in der Mannschaft bewiesen! Serien bedeuten gar nichts... das hat auch ein Ryu Seung Min bei der Einzel-WM gegen Timo Boll bewiesen...
Mich stört dieses kollektive Jammern darüber, dass die Chinesen ja so gut sind und man ja eh keine Chance hat. Also ist die Silbermedaille ja schon ein riesengroßer Erfolg (ist sie auch!) und glänzt wie Gold (tut sie nicht!)... man sucht schon im Vorhinein eine Entschuldigung... man zeigt dem (chinesischen) Gegner von der Körpersprache leider auch nicht: "Dir zeig ich, was ich drauf hab." Man bettelt eher darum, dass es bald vorbei ist, versucht höflich zu bleiben, damit einen das chinesische Publikum auch mag usw.
Jörg Roßkopf traue ich zu, hier etwas zu verändern. Allerdings bin ich der Meinung, dass es für ihn ideal gewesen wäre erst einmal im Jugend- und Schülerbereich oder auf Verbandsebene einzusteigen, um sich methodisch, didaktisch usw. usf. in den Trainerjob einzuleben.
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wasser? nein danke. fische lieben sich darin.
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