Hoi zäme
Ich weiss aus zuverlässiger Quelle, dass gewisse Profis mit getunten Belägen beliefert werden. Es ist auf Grund der aktuellen Regeln legitim, erst den Schwamm zu tunen und dann das zugelassene Obergummi zu verkleben. Die Namen dieser Leute sind natürlich nicht zu erfahren. Es wird auf jeden Fall eine Grauzone geben, wo "legal" getunt wird.
Ich finde es nicht verkehrt, sich ab und zu in einer Grauzone zu bewegen. Die Verbände sollen wissen, dass einige Amateure und einige Profis nicht bereit sind, jeden "Scheiss", was sich das ITTF ausdenkt, mitzumachen. Natürlich definiert jeder seine persönliche "Grauzone". Für den einen ist es das "Schwammtuning", für den andern sind es "legale" Aufschläge und für einen Dritten ist es vielleicht das "faire" Verhalten seinen Gegnern gegenüber.
Fairness, Gerechigkeit, Gleichheit sind zwar schöne Begriffe, haben jedoch meist nix im Sport zu suchen. Am Schluss zählt der Sieg, selbst wenn der später aberkannt werden sollte.
Ich halte nix von den vielen selbsternannten Moralaposteln, die meinen, alles anzuprangern, was nach Illegalität "riecht".
Wenn es mit Zitronen- oder Eukalyptusöl möglich ist, einen Belag zu tunen, kann doch das gesundheitlich Moment beim Tunen keine Thema sein. Man kann doch keine Entwicklung im Sport bremsen. Es macht doch im 100-Lauf auch keinen Sinn, Regeln zu erfinden, damit die Athleten nur noch langsamer laufen können, damit wir Zuschauer den Wettkampf noch mehr geniessen können. In jeder Sportart wird es schneller und athletischer. Wieso soll das im TT anders sein?
So jetzt geh ich schlafen und schreib ein andermal weiter

Martin