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Alt 28.11.2002, 13:09
Jaskula Jaskula ist offline
hasst die 11
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Zitat:
Original geschrieben von Sascha Eichmann
ein Medizinstudent etwa kostet den Staat eine 6-stellige Summe; und die erste Stelle ist da keine "1"
Das bezweifle ich, die Etats der Hochschulen sind geringer als die Summe, die sich aus dieser Zahl ergeben würde.
Nichts ist für den Staat billiger als Studenten. Die leben auf Kosten Ihrer Eltern oder von Jobs, die weit unter ihren Möglichkeiten liegen, leben z.T. in Wohnungen, die kein Sozialhilfeempfänger akzeptieren würde und haben keine Ansprüche an den Staat, selbst Bafög wird nur als Darlehen gezahlt. Es ist "in" Studenten und insbesondere Langzeitstudenten als extreme Kostenverursacher hinzustellen, das Gegenteil ist der Fall.

Zitat:
ich begrüße daher den Ansatz, der in meinem Studiengang seit einem Jahr praktiziert wird sehr, wonach die Universitäten sich ihre Studenten selbst aussuchen können.
So, und nur so, ist nämlich ein ansprechendes UND finanzierbares Studienangebot durchsetzbar.
Das ist für mich problematisch, denn wer nimmt dann die, die sonst keiner will? Ein Abitur berechtigt zur Aufnahme eines Studiums, ob man den Abschluß schafft liegt in Händen des Studis und der Hochschule, aber was soll die Auswahl durch Hochschulen bringen ?
Bessere Frisuren und Klamotten am Studiumsbeginn, weil man sich v(e)orstellen muß ?
Bessere Leistungen, weil man sich auserwählt fühlt ?
Bessere Profs, weil sie Ihre Studenten selbst ausgesucht und sie lieb haben ?
Wenn das Abi tatsächlich die Befähigung zum Studium aufzeigt und die Hochschulen gleichermassen gute Arbeit leisten, dann ist es egal, wer wo studiert.
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