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Unsere Landeshauptstadt hat hier zweifellos auch einiges zu bieten.
Berlin mit dem Dorotheenstädtischen Friedhof, dem Invalidenfriedhof, dem Französischen Friedhof - und nicht zuletzt: dem Jüdischen Friedhof Weißensee (mit 42 Hektar immerhin der größte jüdische Friedh. Europas), allein schon aufgrund seiner eigenständigen Konzeption interessant.
Ich zitiere dazu aus dem oben angeführten Werk von Christa Dericum:
"Während auf älteren jüdischen Friedhöfen in Mitteleuropa - in Prag, Wien, Frankfurt, Amsterdam - die Grabsteine wie in belebtem Miteinander mal gerade, mal geneigt, quer oder auch parallel im wuchernden Gras unter Bäumen stehen, in mythischer Bindung aneinander und zum Himmel, herrscht in der grandiosen Friedhofsanlage Weißensee von 1880 ein strenges Ordnungskonzept...
...die Anlage ist zentriert, von Gehwegen durchzogen und in Felder aufgeteilt. Die Grabmale sind zum Teil sehr eigenwillig, kunstvoll und auch streng. Sie erzählen mehr über die Trauernden als über die Toten..." (S.181/82).
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Geändert von Rieslingrübe (21.09.2008 um 16:51 Uhr)
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