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Laut dem verdienten französischen Historiker und Sterbeforscher Philippe Ariès , Verfasser des weithin gerühmten Mammutwälzers 'Geschichte des Todes' (850 eng bedruckte Seiten), ist im Abendland
"...die Einstellung des Menschen zu Tod & Sterben fast zwei Jahrtausende lang - von Homer bis Tolstoi - nahezu unverändert geblieben.
Der Tod war ein vertauter Begleiter, ein Bestandteil des Lebens, er wurde akzeptiert und häufig als eine letzte Lebensphase der Erfüllung empfunden.
Seit dem 19. Jahrhundert hat sich jedoch ein entscheidender Wandel vollzogen. Der Tod ist für den heutigen Menschen angsteinflößend und unfassbar; in der modernen, leistungsorientierten Gesellschaft schlichtweg nicht eingeplant..."
Weitere Buchtips zum Thema für den geneigten Leser:
-> Tod und Sterben, von Winau/Rosemeier.
Hier geben Wissenschaftler und Experten aus den Fachgebieten der Philosophie, Theologie, Medizin, Biologie und Psychologie ihren kompetenten Senf dazu.
Entstanden aus einem fakultätsübergreifenden Vorlesungszyklus der Freien Uni Berlin in den frühen 80er Jahren, später dann im de Gruyter-Verlag veröffentlicht.
-> Constantin von Barloewen: 'Der Tod in den Weltkulturen und Weltreligionen',
Insel Taschenbuch, 650 Seiten
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Geändert von Rieslingrübe (21.09.2008 um 14:40 Uhr)
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