wer mal reinlesen möchte...
ich habe mal eine längere Leseprobe gefunden
link:
http://www.libri.de/shop/content/les...n/w8902002.htm
interessante Auszüge
Ein Tennismatch beginnt im Gegensatz zu Seilhüpfen nicht, wenn es anfängt, und endet nicht, wenn es vorbei ist. Tennis fängt außerhalb des Platzes an, setzt sich fort in der Match-Vorbereitung und während des Matches und geht weiter, wenn der letzte Punkt gemacht ist. Kluge Spieler wissen, wie man sich auf ein Match vorbereitet und wie man seine Emotionen im Griff behält, wenn das Spiel läuft. Sie wissen, wie sie ihren Weg durch das Match finden, riskante Schläge zur falschen Zeit vermeiden. Kluge Spieler beobachten, was im Match passiert und analysieren ihre Beobachtungen. Sie wissen, wie sie daraus Kapital schlagen können.
Wann beginnen Sie mit der Vorbereitung?
Ich will Ihnen sagen, wann die Vorbereitung nicht beginnt. Sie beginnt nicht, wenn Sie den Platz betreten. Ihr Gegner kann das machen, Sie sollten es nicht. Ein kluger Spieler beginnt mit der Vorbereitung, wenn das Match ansteht oder noch eher. Sie setzt sich fort im Umkleideraum und dann auf dem Platz.
Die Vorbereitung beginnt im Kopf. Normalerweise ist das Gehirn der letzte Körperteil, der aktiviert wird – wenn überhaupt. Tennisspieler machen eine Minute lang falsche Dehnübungen, schlagen ein paar Vorhände und drei Aufschläge, dann heißt es schon: »Laß uns anfangen«. Selbst die Muskeln werden kaum aufgewärmt, noch weniger aber wird auf die mentale Vorbereitung geachtet. Es ist dumm, den Verstand zu vergeuden. Tennisspieler machen das ständig.
Gewöhnen Sie sich an, über ihren Gegner und das Match nachzudenken, bevor Sie am Platz ankommen. Kommen Sie mit dem Auto, beginnt ihre Vorbereitung im Wagen. Kommen Sie zu Fuß, ist es auf dem Gehweg. Wie auch immer, die Vorbereitung beginnt auf dem Weg zum Match.
Der Plan für das Spiel
Dieser Prozess der Besinnung führt direkt zu dem ebenso wichtigen Prozess der Strategieplanung:
1. Was will ich bewirken?
2. Was will ich verhindern?
Mit der Einschätzung des Gegners lege ich den Grundstein für mein eigenes Herangehen an das Match. Während ich ihre Spielweise und ihre Schläge durchgehe, entwickele ich mein Grundkonzept. Haben sie beim letzten Mal meine Rückhand demontiert, überlege ich, wie ich das diesmal verhindern kann. Ist ihr Aufschlag schwach, überlege ich, wie ich das ausnutzen kann. Ich entwickele für einen bestimmten Spieler ein bestimmtes Konzept. Und all das lange bevor er auf dem Platz steht.
Die Marschrichtung festlegen
Der Körper wird versuchen, das zu tun, was der Kopf ihm sagt. In dieser Besinnungsphase vor dem Match programmieren Sie Ihr Gehirn, damit es dem Körper während des Matches die richtigen Informationen liefert. Dann ist er gerüstet, auch wenn Sie im Eifer des Gefechts nicht mehr viel Zeit zum Nachdenken haben. Sie schlagen den gewünschten Kurs ein, um ans Ziel zu kommen. Das Ziel heißt Sieg. Die Grundzüge Ihres Konzepts ergeben sich, wenn Sie diese Fragen beantworten:
1. Was ist die beste Waffe meines Gegners?
2. Wo ist mein Gegner schwach?
3. Was ist mein bester Schlag, und wie kann ich damit auf die Schwäche meines Gegners zielen?
4. Was kann ich tun, um meine Schwachstelle vor dem Gegner zu schützen?
Ihre Überlegungen ergeben eine mentale Marschrichtung. Sie wissen, wohin Sie wollen und wie Sie dort hinkommen. Es mag Abwege geben, ihr Gegner könnte einige Überraschungen parat haben, aber die grobe Richtung ist festgelegt, und Ihr mentaler Kompass hält Sie auf Kurs.
also auch auf TT lässt sich das 1:1 umsetzen...
was meint ihr?
ich ertappe mich z.B. oft dabei, dass ich oft nicht mit 100% bei der Sache bin
und mir zu wenig Gedanken über die Stärken und Schwächen meiner Gegner mache.
Während dem Spiel ist es oft schwierig sich drauf einzustellen und evt. schon zu spät
Gruss Joe