Dass wir in Busenbach gewinnen, hätte ich auch nicht gedacht - vor allem nicht 3:0 - naja, manche Wetten verliert man gerne...
Nachdem wir bei dem Spiel am Samstag schon gut gespielt haben, war das Spiel in Busenbach nah am Optimum.
Amelie hat im ersten Spiel zeigen können, dass sie mit ihrem neuen Material keineswegs schlechter spielt als mit dem alten. Wenn sie offensiv und mutig spielt, hat sie sogar das Potential, damit besser zu spielen als vorher. Auf jeden Fall ist die Vorhand um einiges stärker geworden und Amelie damit noch schwerer auszurechnen.
Waren die Begegnungen zwischen Elke Schall und Li Fen in der vergangenen Saison beide sehr knapp, war das zweite Einzel diesmal eine klare Angelegenheit für uns. Elke hat sicherlich nicht ihr bestes Tischtennis gespielt, aber Fen hat auch nicht mehr zugelassen. In der Form vom Wochenende kann sie ausnahmslos jede Spielerin in der Bundesliga schlagen.
Im dritten Einzel kam es dann beim Stande von 0:2 zum Revanche-Spiel zwischen Kristin Silbereisen und Petrissa Solja. In den ersten beiden Sätzen war Kristin die klar dominierende Spielerin (Satz 2 sieht knapper aus, als er in Wirklichkeit war) und man hat deutlich gemerkt, dass Kristin sich vor dem Spiel gut vorbereitet hatte und die Taktik im Vergleich zum letzten Aufeinandertreffen deutlich umgestellt hatte. Peti fand zunächst kein Mittel dagegen und nach 2:5 im dritten Satz, dachte ich eigentlich auch, dass das Spiel schnell vorbei sein würde.
Dass Petrissa aber nicht nur gut spielen kann sondern auch mental sehr stark ist und zu keinem Zeitpunkt aufgibt, konnte sie danach eindrucksvoll unter Beweis stellen. Sicherlich war das Spiel nicht mit dem glanzvollen Sieg gegen Tanja Hain-Hofmann zu vergleichen, bei dem ihr fast alles gelang, aber für ihre persönliche Entwicklung halte ich diese Partie für noch wertvoller.