Einzelnen Beitrag anzeigen
  #36  
Alt 25.09.2008, 10:19
Footsteps Footsteps ist offline
registrierter Besucher
Foren-Stammgast 1000
 
Registriert seit: 29.02.2008
Beiträge: 1.328
Footsteps ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Die sogenannten Trainingsweltmeister

Wein "Nerverl" ist immer ein Nerverl, nicht nur beim Tischtennis.
Allerdings ist Tischtennis auch besonders Nervenaufreibend, keine Frage.

Zum Thema 120% erstmal eine Klarstellung: Zur Klarstellung: 100% ist der Nullzustand, das normale Niveau.

Es gibt in der Amerikanischen Sportsprache einen Begriff: "Competitive Greatness". Um eine Bestimmte Leistung zu ermöglichen müssen bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt sein. Es gibt tatsächlich Sportler die im Wettkampf eine Leistung abrufen die sie so nie wieder wiederholen können - weil die Rahmenbedingungen einzigartig waren. Das sind aber Helden.

Es gibt also die Charaktere die unter dem größten Druck zerbrechen, und es gibt die die unter dem größten Druck völlig über sich hinauswachsen.

Der Trainingsweltmeister ist aber per Definition kein Nervenschwacher Spieler, sondern ein Spieler der im Wettkampf völligen Schafscheiß spielt. Und das ist eine Besonderheit im Tischtennis weil hier in den unteren Klassen jeder macht was er will und 100% der Leute die meinen sie könnten Tischtennisspielen nochmal von ganz vorne anfangen müssen wenn sie zum ersten mal einen ausgebildeten Trainer haben.

Wir reden nicht von Leuten die jedesmal 9:11 verlieren und eigentlich richtig gut gespielt haben. Wir reden von Leuten die nur klarkommen wenn sie gegen bekannte Gegner und Spielstile Sachen spielen die sie eh schon können. Und ein Punkt ist noch ganz wichtig bei der Betrachtung von außen:

Tischtennis in den unteren Klassen bedeutet oft "wer sich zuerst bewegt verliert". Will heißen, der Spieler der die initiative ergreift verliert weil er sich selbst schlägt. Im umkehrschluß bedeutet das das ein Spieler der gegen einen klar bessern Gegner antritt diesem häufig die Initiative überläß und das Ergebniss des Matches eine Fraqge der Trefferquote des besseren Akteurs ist, der schlechtere sich aber am Ergebniss misst und daher meint er habe "gut Gespielt" wenn er Sätze oder sogar einmal ein Spiel für sich entscheiden kann. In den Höheren Klassen ist es dagegen so das derjenige der die Initative freiwillig dem Gegner überläßt untergeht wenn es sich nicht auf diese Strategie spezialisiert hat (Block/Konter/Abwehrspieler).
Mit Zitat antworten