Mittlerweile haben die Abwehrspieler auch die Gefahr des "Aussterbens" offensichtlich erkannt (siehe Thread
Dinos). Es wäre wirklich schade, wenn dieser Spielertyp eines Tages gänzlich von der Bildfläche verschwinden würde. Viele Versuche wurden unternommen, um die Sportart Tischtennis für das Publikum, insbesondere das vor dem Fernseher, interessanter zu machen.
Aber was kann es spannenderes geben als einem Spiel zwischen einem routinierten Abwehrspieler und einem offensiven Kontrahenten zuzuschauen ? Lange Ballwechsel mit Finten und Varianten, die die Zuschauer von den Sitzen aufspringen lassen, waren doch schon immer das Salz in der Suppe.
Unabhängig davon, dass man als Zuschauer meistens ein Spiel länger genießen kann, weil der Ballwechsel nicht nach dem dritten Schlag beendet ist, ist ein Aufeinandertreffen eines Abwehrspielers gegen einen offensiven Widerpart schöner anzusehen, da nicht ein bestimmtes "Muster" heruntergespielt wird, sondern durch die Variationen des Abwehrspielers, eine gewisse Finesse Einzug hält in das Spiel.
Im Tennis haben wir erlebt, wie Spiele für die Zuschauer uninteressant wurden. Ein gewaltiger Aufschläger serviert ein As nach dem anderen; Ballwechsel --> Fehlanzeige ! Im besten Fall konnte der Gegner den Ball retounieren und der Aufschläger hat am Netz mit einem tödlichen Volley den Ballwechsel beendet. Effektiv, aber für den Zuschauer uninteressant.
Spiele auf Sandplatz, in denen sich die Protagonisten die Bälle nur so in die Ecken schlugen, waren die Highlights der Tennisserie. Genau so sehe ich das beim Tischtennis auch. Ein Ballwechsel, der über weit mehr als drei Schläge geht, in dem der Abwehrspieler mit einem gekonnten Stopball nach vorne gelockt wird, um ihn dann mit druckvollem Offensivspiel wieder nach hinten zu treiben, ist doch wesentlich telegener, als als Aufschlag-Rückschlag-Schuß !
Insofern wünsche ich dem Typus Abwehrspieler noch ein langes "Leben", da diese Spieler diesen Sport be
leben.
regs Frank Faber