Ich möchte die ausgezeichneten Argumente von Mephisto, Jürgen, Michael und Felix unterstützen. Ganz entscheidend sind für mich Mannschaftsgefühl und pragmatische Dinge. Ganz viele Spieler würden wir verlieren bei einer Umstellung auf Vierermannschaften, auch wenn deren Spielsystem vielen als attraktiv erscheint. Was vielleicht nicht mehr jeder weiß: Die Einheitlichkeit gab es schon. Früher (bis vor 35(?) Jahren spielten auch die Damen zu sechst, bis vor 15(?) Jahren auch die Jugend. Die Vierermannschaften sind Konzessionen gewesen an die Schwierigkeiten, genügend Damen für eine Mannschaft zu finden. Bei der Jugend kam die Einführung verbandsübergreifender Spielklassen (Jugendoberliga, -verbandsliga) mit weiten Fahrten (und dem Ein-Auto-Argument) hinzu.
Die Bundesliga hat nur wegen des TV die Vierermannschaft eingeführt, mit der Folge, dass es seitdem kaum mehr ein junger Spieler geschafft hat, in der Bundesliga Fuß zu fassen, es sei denn, er wäre ein Supertalent (Boll, Wosik) (vgl. Argumente der Vorredner, die allgemeingültig waren).
Die probleme der verschiedenen Systeme sind allerdings unbestreitbar: Darstellung in der Öffentlichkeit, Übergänge (bei 1. Liga / 2. Liga ist dies nicht so gravierend, da man bei Aufstieg eh eine ganz neue Truppe kaufen muss, in der Regel; wo aber in der/den untersten Klassen Vierermannschaften bestehen, gelten diese Probleme).
Fazit: Sechsermannschaften unbedingt belassen! Nicht die Ausnahmen zur regel machen wollen, nur weil es einzelne gute Argumente dafür gibt! Vor allem aber nicht immer neu an diesen Systemen herumdoktorn!
Die Einführung des dritten Doppels war ein entscheidender Fortschritt für die Sechsermannschaft, auch das muss hier bedacht werden.
Schlimm finde ich die Ausfälle gegen Funktionäre, die sich einzelne weiter oben erlaubt haben. Da kann ich nur den guten Repliken anderer zustimmen.
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